Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Arbeitnehmer-Pauschbetrag

Stand: EL 118 – ET: 09/2020

Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.11.2011 (BGBl I 2011, 2131) wurde der zwischenzeitlich auf 920 EUR abgesenkte Arbeitnehmer-Pauschbetrag auf 1 000 EUR angehoben (s. § 9a Satz 1 Nr. 1 EStG, Anhang 10). Hat ein Arbeitnehmer in Wahrheit geringere Erwerbsaufwendungen, bewirkt § 9a EStG (Anhang 10) somit eine Fiktion von Werbungskosten. Sofern die tatbestandlichen Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt der Abzug der in § 9a EStG (Anhang 10) normierten Pauschbeträge von Amts wegen. Dem Steuerpflichtigen bleibt der Nachweis höherer Werbungskosten unbenommen. Aus Sicht des Steuerpflichtigen hat § 9a EStG (Anhang 10) somit rein begünstigenden Charakter.

Erfolgt eine Pauschalierung der Lohnsteuer bei kurzfristiger Beschäftigung oder werden die Sozialabgaben und die Lohnsteuer bei den sog. Minijobs (geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen) pauschaliert, kommt der Arbeitnehmer-Pauschbetrag des § 9a Satz 1 Nr. 1 EStG (Anhang 10) nicht zur Anwendung.

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