Unberechtigter Sofortabzug von AfA: Kein weiterer Anspruch

Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass kein weiterer Anspruch auf AfA in Folgejahren nach erfolgtem (unzutreffenden) Sofortabzug als Anschaffungskosten besteht.

Doppelte Berücksichtigung von Anschaffungskosten 

Vor dem FG Düsseldorf klagte eine GbR, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt. Sie erwarb 2008 Geräte, die in ihr Vermietungsobjekt eingebaut wurden. Die Anschaffungskosten hierfür machte sie in ihrer Feststellungserklärung 2009 als sofort abzugsfähige Aufwendungen geltend. 1/10 der Anschaffungskosten wurden zusätzlich als Werbungskosten geltend gemacht. 

AfA-Volumen war aufgebraucht 

Strittig vor dem FG war nun das Streitjahr 2012 und eine mögliche Geltendmachung des Abschreibungsbetrags. Das FG Düsseldorf stellt klar, dass der Abzug des Abschreibungsbetrags als Werbungskosten im Jahr 2012 vom Finanzamt zu Recht versagt worden sei. Durch den früheren Sofortabzug sei 2012 kein Abschreibungsvolumen mehr vorhanden.

FG Düsseldorf, Urteil v. 1.2.2019, 3 K 2466/18 F, veröffentlicht mit dem Oktober-Newsletter des FG
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