Wann ist ein Verlust aus einer Grundstücksveräußerung bei den gewerblichen Einkünften oder sonstigen Einkünften zu berücksichtigen? Bild: Michael Bamberger

Das FG Baden-Württemberg musste entscheiden, ob der Verlust aus einer Grundstücksveräußerung bei den gewerblichen Einkünften oder sonstigen Einkünften zu berücksichtigen ist, wenn das langjährig land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstück nach einer Betriebsaufgabe veräußert wurde.

In dem Urteilsfall war der Kläger über 30 Jahre lang als gewerblicher Grundstückshändler tätig. Er hatte daneben auf im Jahr 1992 erworbenen Grundstücken einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb unterhalten, den er 2005 aufgab. 

Mit dem Finanzamt traf er eine tatsächliche Verständigung, wonach die Grundstücke zu einem bestimmten Wert als entnommen und im Sinne des § 23 EStG als angeschafft gelten. Den Veräußerungsverlust wollte der Kläger jedoch bei seinen gewerblichen Einkünften geltend machen. Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass der Verlust nicht den gewerblichen Einkünften zuzurechnen ist. 

FG Baden-Württemberg, Urteil v.  5.4.2017, 4 K 1740/16, Newsletter des FG 4/2017

Schlagworte zum Thema:  Gewerblicher Grundstückshandel, Abgrenzung, Finanzgericht

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