| Neuer Gesetzentwurf

Koalition will Ehrenamt stärker steuerlich fördern

Neuer Schub für ehrenamtlich tätigen Bürger?
Bild: Haufe Online Redaktion

Die schwarz-gelbe Koalition plant eine stärkere steuerliche Förderung des Ehrenamtes. "Es gibt diese Initiative. Darüber führen wir Gespräche", sagte ein Sprecher des BMF

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" soll in einem Gesetzentwurf nach der Sommerpause die Übungsleiterpauschale von 2.100 auf 2.400 EUR angehoben werden. Diese gilt für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche nebenberufliche Tätigkeiten, also etwa für Trainer in Sportvereinen. Die Ehrenamtspauschale, die alle anderen Ehrenämter betrifft, soll demnach von 500 auf 600 EUR steigen.

Zudem ist dem Magazin zufolge geplant, dass die Vereinsvorstände, die unter die Ehrenamtspauschale fallen, bei Steuerschulden des Vereins nicht mehr persönlich und unbeschränkt haften müssen. Das Gesetz soll bis Jahresende in Kraft treten.

Die Finanzausschuss-Vorsitzende Birgit Reinemund (FDP) erhofft sich vom Gesetz "einen neuen Schub für die vielen Tausend ehrenamtlich tätigen Bürger". Sie erhielten eine Anerkennung für diese gesellschaftlich wichtigen Tätigkeiten", sagte sie dem Magazin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stehe hinter dem Gesetz. Die Steuerausfälle seien "irrelevant".

Schlagworte zum Thema:  Ehrenamt, Übungsleiter, Steueränderungen, Gemeinnützigkeit

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