Änderung der Mindeststeuer-Bericht-Verordnung
Durch das Mindeststeuergesetz sind Unternehmensgruppen dazu verpflichtet, einen Mindeststeuer-Bericht (GloBE Information Return) einzureichen. Zum Umfang, zur näheren Ausgestaltung und zum Informationsaustausch wurden auf internationaler Ebene weitere Vorgaben gemacht.
Das BMF wird durch § 99 Abs. Mindeststeuergesetz dazu ermächtigt, mit Zustimmung des Bundesrats die internationalen Vorgaben zum Mindeststeuer-Bericht in nationales Recht umzusetzen (Mindeststeuer-Bericht-Verordnung - MinStBV). Dies ist mit der Mindeststeuer-Bericht-Verordnung vom 19. Dezember 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 373) geschehen.
Inhalt der Mindessteuerverordnung
- Der Anwendungsbereich der Mindeststeuer-Bericht-Verordnung wird in § 1 MinStBV geregelt.
- In § 2 MinStBV werden Begriffe definiert wie "Umsetzungssteuerhoheitsgebiet", "Nur-NES-Steuerhoheitsgebiet", "SES-Steuerhoheitsgebiet" und "Einzige Datenquelle".
- In § 3 MinStBV wird die Zuständigkeit des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) festgelegt.
- Wie ein Mindeststeuer-Bericht aufgebaut ist, ergibt sich aus § 4 MinStBV. Danach entspricht der Mindeststeuer-Bericht der in Anhang VII Abschnitt IV der Richtlinie (EU) 2011/16/EU veröffentlichte Standardvorlage (DAC9 Standardvorlage, identisch mit mit dem GloBE Information Return - GIR - der OECD) und gliedert sich in den allgemeinen Abschnitt, staatsbezogene Abschnitte sowie SES-Abschnitte.
- In § 5 MinStBV wird zunächst der Grundsatz des Austauschs im Wege des automatischen Informationsaustauschs normiert. Des Weiteren wird festgelegt, welche Steuerhoheitsgebiete welchen Abschnitte der Mindeststeuer-Berichte erhalten.
- § 6 MinStBV eröffnet die Möglichkeit einer vereinfachten Berichterstattung in der Übergangszeit für Geschäftsjahre, die am oder vor dem 31.12.2028 beginnen und vor dem 1.7.2030 enden.
- Der Mindeststeuer-Bericht ist nach § 7 MinStBV auf Basis der GloBE-Mustervorschriften zu erstellen. Einige Unternehmensgruppen oder Teile davon sind von der Verpflichtung ausgenommen, den Mindeststeuer-Bericht auf Basis der GloBE-Mustervorschriften zu berichten. Dafür müssen sie entweder in einem Steuerhoheitsgebiet belegen sein, welches die Voraussetzungen des § 81 Mindeststeuergesetz erfüllt oder nur diesem einen Steuerhoheitsgebiet Besteuerungsrechte an der gesamten Unternehmensgruppe zustehen. Führt die Nutzung der einzigen Datenquelle zu Unterschieden im Vergleich zur lokalen Gesetzgebung, ist die Unternehmensgruppe verpflichtet, die Auswirkungen der Differenzen im Mindeststeuer-Bericht darzulegen.
Änderung: Anlage mit Steuerhoheitsgebieten
Zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bestimmt das BMF nach § 99 Abs. 5 MinStG mit Zustimmung des Bundesrats die qualifizierten Steuerhoheitsgebiete. Damit die Unternehmensgruppen sowie die Finanzverwaltung Kenntnis erhalten, welches Steuerhoheitsgebiet qualifizierte Ergänzungssteuerregelungen umgesetzt haben, benennt der Referentenentwurf in der Anlage zur Verordnung die betreffenden Steuerhoheitsgebiete.
Referentenentwurf: Verordnung zur Änderung der Mindeststeuer-Bericht-Verordnung
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
555
-
E-Rechnung
4119
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
4114
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
2853
-
Anhebung der Alkoholsteuer im Haushaltsbegleitgesetz
265
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
222459
-
Steuersenkung für Diesel und Benzin
206
-
Bundesregierung plant Tabaksteuererhöhung ab 2027
203
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
196
-
Außenprüfungsordnung in Kraft getreten
192
-
Grüne kritisieren Stellenabbau bei Betriebsprüfern
05.10.2026
-
Bundesrat fordert Steuerbefreiung für Scheidungsimmobilien
30.09.2026
-
Was eine Besteuerung von Kryptowerten nach § 20 EStG praktisch bedeutet
29.09.2026
-
Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes
25.09.2026
-
Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht
24.09.2026
-
Steuersenkung für Diesel und Benzin
21.09.2026
-
BStBK und DStV fordern praxistaugliche Regeln für KMU
18.09.2026
-
Verrechnungsmodell bei der Einfuhrumsatzsteuer beschlossen
16.09.2026
-
Digitale Bezahlmöglichkeit soll angeboten werden müssen
11.09.20261
-
Außenprüfungsordnung in Kraft getreten
10.09.2026