Vorsteuerabzug eines Kleinunternehmers
Vorsteuerabzug bei Übergang eines Kleinunternehmers zur Regelbesteuerung
Das Schreiben stellt klar: Hat ein Unternehmer, der von der Steuerbefreiung nach § 19 Absatz 1 oder 4 UStG zur allgemeinen Besteuerung übergeht, bereits vor dem Übergang Leistungen bezogen, die er erst nach dem Übergang zur Ausführung von dann zum Vorsteuerabzug berechtigenden Umsätzen zu verwenden beabsichtigt, ist der Vorsteuerabzug dennoch für Zeiträume vor dem Übergang zur Regelbesteuerung nach § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 oder 3 UStG ausgeschlossen.
Laut Finanzverwaltung gilt dies auch, wenn der Übergang – z. B. wegen des Überschreitens der Grenzen in § 19 Absatz 1 UStG – bereits wahrscheinlich, aber noch nicht tatsächlich erfolgt ist. Dies betrifft auch den Vorsteuerabzug aus Voraus- und Anzahlungsrechnungen nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 UStG.
Änderung der Verhältnisse führt zu Vorsteuerberichtigung
Beim tatsächlichen Übergang zur Regelbesteuerung ändern sich die Verhältnisse. Deshalb ist für entsprechende Vorsteuerbeträge nur unter den Voraussetzungen des § 15a UStG und unter Beachtung der Bagatellgrenzen des § 44 UStDV eine Vorsteuerberichtigung zu Gunsten des Unternehmers möglich.
Zu beachten ist: Doch auch der ungekehrte Fall, der Übergang von der Regel- zur Kleinunternehmerbesteuerung, stellt eine Änderung der Verhältnisse dar, weshalb ein zuvor vorgenommener Vorsteuerabzug nach dem Übergang unter den Voraussetzungen des § 15a UStG und unter Beachtung der Bagatellgrenzen des § 44 UStDV zu Lasten des Unternehmers zu berichtigen ist.
Änderung des UStAE und Nichtbeanstandungsregelung
Der UStAE wurde entsprechend angepasst. Die Grundsätze des BMF-Schreibens sind auf alle offenen Fälle anzuwenden. Allerdings wird nicht beanstandet, wenn sich ein Unternehmer in einer bis zum 10.11.2025 abgegebenen Umsatzsteuererklärung auf die bis zum 10.11,2025 gültige Fassung von Abschnitt 15.3 Abs. 2 UStAE beruft. In diesen Fällen sind ggf. in einer Umsatzsteuererklärung für ein späteres Kalenderjahr die Vorsteuern entsprechend zu berücksichtigen.
BMF, Schreiben v. 10.11.2025, III C 2 - S 7300/00080/004/019
-
Geänderte Nutzungsdauer von Computerhardware und Software
6.4625
-
0,03 %-Regelung für Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte
3.356
-
Vereinfachungsregelung für Restaurantdienstleistungen
2.797
-
Umsatzsteuer-Voranmeldungs- und -Vorauszahlungsverfahren 2026
1.922
-
Steuerbonus für energetische Baumaßnahmen
1.6306
-
Umsatzsteuerliche Behandlung kleiner Photovoltaikanlagen ab 2023
1.354
-
Unterhaltsaufwendungen als außergewöhnliche Belastung
1.266
-
Neue Regeln zur Vorsorgepauschale beim Lohnsteuerabzug ab 2026
850
-
1. Neuregelungen ab 2023 und BMF-Schreiben
641
-
Steuerfreibeträge für kommunale Mandatsträger ab 2021
583
-
Umsatzsteuerliche Behandlung von dauerdefizitär betriebenen Einrichtungen
23.01.2026
-
Zweifelsfragen zur ertragsteuerlichen Behandlung von Fondsetablierungskosten als Anschaffungskosten
23.01.2026
-
Durchgangserwerb bei einer Geschäftsveräußerung im Ganzen
23.01.2026
-
Fragen und Antworten zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge
23.01.2026
-
Arbeitgeber und Betriebsstätte
22.01.2026
-
Aufteilung des Arbeitslohns
22.01.2026
-
Steuerfreistellung unter weiteren Voraussetzungen
22.01.2026
-
Weitere Neuerungen und Besonderheiten
22.01.2026
-
Ausnahme Grenzgängerregelungen
22.01.2026
-
183-Tage-Schreiben der Finanzverwaltung
22.01.2026