Grenzüberschreitende Lieferungen in Konsignationslagers gelten als Versendungslieferungen i. S. v. § 3 Abs. 6 Satz 1 UStG. Bild: Haufe Online Redaktion

Wie sind Warenlieferungen in inländische Kon­si­gna­ti­ons­la­ger umsatzsteuerlich zu beurteilen? Das BMF bezieht Stellung und ändert den Umsatzsteuer-Anwendungserlass.

In zwei Fällen entschied der BFH, wie umsatzsteuerlich zu verfahren ist, wenn Waren in inländische Kon­si­gna­ti­ons­la­ger geliefert werden (BFH, Urteile v. 20.10.2016, V R 31/15, vgl. Kommentierung und vom 16.11.2016, V R 1/16, vgl. Kommentierung). Die Finanzverwaltung äußert sich hierzu in einem BMF-Schreiben.

Das BMF weist darauf hin, dass die Grundsätze des Schreibens in allen offenen Fällen anzuwenden sind. Bei Lieferungen und innergemeinschaftlichen Erwerben, die vor dem 1.1.2018 ausgeführt werden, kann der leistende Unternehmer weiterhin die bisherige Verwaltungsauffassung anwenden.

BMF, Schreiben v. 10.10.2017, III C 3 - S 7103-a/15/10001

Schlagworte zum Thema:  Waren, Lieferung, Umsatzsteuer, Versendung, BMF-Schreiben

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