02.07.2012 | Zusatzbeitrag

KKH-Allianz mit hohem Überschuss

Hohe Überschüsse bei der KKH Allianz - kein Zusatzbeitrag für Versicherte
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Krankenkasse KKH Allianz schließt bis 2014 einen Zusatzbeitrag für ihre knapp 1,8 Mio. Versicherten aus. Die KKH Allianz ist unter den 10 größten Krankenkassen in Deutschland.

"Wir konnten dieses unsägliche Thema jetzt schnell beenden", sagte Vorstandschef Ingo Kailuweit am 29.6.2012 bei der Vorstellung der Bilanz 2011 in Hannover. Bis Ende Februar 2012 hatte das Unternehmen noch einen Sonderbeitrag von monatlich 8 EUR erhoben. Dies sei angesichts der guten eigenen Finanzlage nun nicht mehr nötig.

Deutliche Mehreinnahmen bei moderatem Ausgabenanstieg

Der Überschuss der KKH-Allianz wuchs im vergangenen Jahr deutlich von 6 Mio. (2010) auf 140 Mio. EUR. Während die Ausgaben der Kasse um 4,4 % auf insgesamt 4,64 Mrd. EUR zunahmen, erhöhten sich ihre Einnahmen um 7,4 % auf 4,78 Mrd. EUR. Im 1. Quartal 2012 lag das Plus bei etwa 30 Mio. EUR.

Verantwortung für Beiträge sollte zurück an die Kassen

In der Debatte um Rückerstattungen aus dem milliardenschweren Finanzpolster der gesetzlichen Krankenkassen verlangte Vorstandschef Kailuweit eine Abkehr vom staatlichen Gesundheitsfonds. "Könnten die Kassen die Beitragssätze wieder eigenverantwortlich festsetzen, wären die Überschüsse längst an die Versicherten zurückgeflossen", sagte er. "Das jetzige System ist zu stark reglementiert und völlig fehlplatziert."

Schlagworte zum Thema:  Zusatzbeitrag, Gesetzliche Krankenversicherung, Praxisgebühr

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