07.01.2016 | Zuzahlung für Versicherte

Kassenpatienten mussten 2015 mehr zuzahlen

Zuzahlungen für Versicherte 2015 gestiegen
Bild: Haufe Online Redaktion

125 Mio. mehr geleistete Zuzahlungen: Versicherte mussten tiefer in die Taschen greifen. Bei der Behandlung von Privat-Patienten will die SPD eine einheitliche Bezahlung der Ärzte.

Schon vor der Erhöhung der Zusatzbeiträge durch zahlreiche Krankenkassen mussten gesetzlich Versicherte nach einem Zeitungsbericht für ihre medizinische Versorgung mehr Geld ausgeben. Ihre zu leistenden Zuzahlungen seien im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Allein in den ersten 3 Quartalen mussten gesetzlich Versicherte dafür 125 Mio. Euro mehr ausgeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Zahl der von Zuzahlungen befreiten chronisch Kranken gesunken

Vor allem bei den Arzneimitteln seien die Zuzahlungen gemessen an den Gesamtausgaben überdurchschnittlich stark gestiegen, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Das Ministerium führt die höheren Zuzahlungen dem Bericht zufolge auch auf die gestiegene Zahl der Versicherten und die gesunkene Zahl der von Zuzahlungen befreiten chronisch Kranken zurück.

SPD: Einheitliche Bezahlung von Ärzten

Ärger droht unterdessen bei der geplanten Reform der Ärztehonorare für die Behandlung von privat Versicherten. Die SPD will nach einem Bericht verhindern, dass Ärzte bei der Behandlung von Privatpatienten mehr Geld bekommen. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagte: «Unser Ziel ist die einheitliche Bezahlung der Ärzte, egal ob sie privat oder gesetzlich versicherte Patienten behandeln.»

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