ZAP 18/2016, Fluggutschein: Keine Anrechnung bei Ansprüchen auf Reisepreisminderung

(AG Köln, Urt. v. 27.6.2016 – 142 C 67/16) • Bei einer Verspätung um 24 Stunden auf einem Hinflug handelt es sich um einen Reisemangel, wenn der Reiseveranstalter dem Reisenden aufgrund des Reisevertrags einen vierzehntägigen Aufenthalt (hier: auf Gran Canaria) schuldete, der um einen Tag verkürzt wurde. Einer Anzeige eines solchen offenkundigen Mangels bedarf es nicht. Die Minderung beläuft sich auf den auf einen Tag entfallenden Reisepreis. Der Reisende muss sich etwaige von der Fluggesellschaft ausgehändigte Fluggutscheine nicht auf seinen Anspruch auf Reisepreisminderung anrechnen lassen. Art. 12 FluggastVO ist im Verhältnis zwischen den Parteien de lege lata bereits nicht anwendbar, soweit die Anrechnung auf den Minderungsanspruch gem. § 651d Abs. 1 BGB erfolgen soll.

ZAP EN-Nr. 628/2016

ZAP F. 1, S. 948–949

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