§ 13 Unfallmedizin für Anwälte / 3. Komplikationen, Spätfolgen und Risiken
 

Rz. 160

Wie bereits erwähnt, können bei Nervenschädigungen sehr viele Probleme auftreten, wie Bewegungseinschränkungen, komplette Lähmungen, Teillähmungen, Kraftverlust, chronische Schmerzen und Muskelschwund. Darüber hinaus besteht das allgemeine Operationsrisiko einer Thrombose, Embolie, Infektion und von erneuten Nervenschädigungen (siehe § 13 Rdn 298 f., 253 f., 264).

 

Rz. 161

Abschließend kann generell gesagt werden, dass hier die weiterführende Literatur zu beachten ist, da dieses Gebiet sehr komplex und zudem vieles streitig ist, weil Nervenschädigungen auch durch viele Ursachen entstehen können (z.B. Alkohol, Medikamente, Diabetes, Infektionen, aber auch Umweltgifte, Rheuma etc.). Vieles kann heute jedoch durch Spezialisten und entsprechende Befunde wie NLG (Nervenleitgeschwindigkeit), EMG (Elektromyographie – es handelt sich hierbei um eine Diagnostik in der Neurologie, bei der die elektrische Muskelaktivität gemessen wird), SSEP (Somato-sensorisch evozierte Potentiale – es handelt sich hierbei um eine Hirnstrommessung bei Tastreizen) und MEP (Motorisch-evozierte Potenziale – dies sind elektrische Spannungsänderungen eines Muskels, welche durch einen gezielten Reiz an einem Teil des motorischen Systems ausgelöst werden) objektiviert werden. Hier ist eine Rücksprache mit einem Fachmann unumgänglich.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge