PERSONALquarterly 3/2026

Durch den demografischen Wandel gehen Arbeitsstunden verloren. Es stellt sich die Frage, welchen Beitrag Unternehmen trotz widriger Wirtschaftslage leisten können, um das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen zu stabilisieren. Der Beitrag von Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft gibt Personalverantwortlichen Anhaltspunkte, unter welchen betrieblichen Voraussetzungen Beschäftigte bereit wären, ihre vertraglichen Arbeits­zeiten und ihre Lebensarbeitszeit auszuweiten. Daraus entstehen Handlungsoptionen unabhängig von den politischen Rahmenbedingungen.

Der Arbeitsmarkt befindet sich trotz eines hohen Beschäftigungsstands in der Krise und weist starke Verkrustungstendenzen auf. Die Arbeitslosigkeit hat zuletzt wieder die Drei-Millionen-Schwelle überschritten. Die Arbeitsnachfrage bewegt sich gemessen am kumulierten Zugang an offenen Stellen auf einem historisch niedrigen Niveau (BA, 2026a), und die Dynamik der Personalbewegungen hat sich in den vergangenen zwei Jahren merklich abgeschwächt (Engler et al., 2026). Eine geringe Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt ist ein Krisensymptom, denn für Arbeitssuchende sinken die Chancen für den Einstieg oder die Rückkehr in Arbeit. Dadurch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen mittlerweile auf einem Niveau von mehr als einer Million Betroffener eingefroren (BA, 2026b). 

Vor diesem Hintergrund mag es paradox klingen, wenn man die Verknappung des Arbeitskräfteangebots durch den demografischen Wandel weiterhin als eine der zentralen Herausforderungen für die Politik, aber auch für die Unternehmen bez...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift PERSONALquarterly.
PERSONALquarterly 3/2026

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Schlagworte zum Thema:  PERSONALquarterly, Demografischer Wandel