PERSONALquarterly 3/2026

Katharina Wrohlich vom DIW Berlin und der Universität Potsdam analysiert den Gender Pay Gap und zeigt, dass die Lohnlücke von 16 Prozent (unbereinigt) stark nach Region, Branche und Alter variiert. Beleuchtet werden regionale, sektorale sowie alters- und bildungsbezogene Unterschiede. Auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes und empirischer Forschung wird die ungleiche Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern sowie der damit einhergehende hohe Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen als wesentliche Ursache des starken Anstiegs der Gender Pay Gaps für Beschäftigte ab 30 Jahren identifiziert.

Die Eckdaten zur geschlechtsspezifischen Lohnlücke sind hinreichend bekannt: Das Statistische Bundesamt hat den Gender Pay Gap, also die Differenz der durchschnittlichen Bruttostundenlöhne zwischen Männern und Frauen, für das Jahr 2025 auf 16 Prozent berechnet (Statistisches Bundesamt, 2025). Damit ist der Gender Pay Gap in den letzten 20 Jahren um 7 Prozentpunkte gesunken – im Jahr 2006 betrug er noch 23 Prozent (vgl. Abb. 1). Dieser Rückgang fand hauptsächlich seit 2015 statt – in den Jahren von 2006 bis 2015 blieb er nahezu konstant.

Bereinigter versus unbereinigter Gender Pay Gap

Dieser aktuelle Wert von 16 Prozent bezeichnet bekanntermaßen den sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap. Das bedeutet, dass die Differenz der Bruttostundenlöhne aller beschäftigten Frauen und Männer betrachtet wird, ungeachtet der Tatsache, dass Frauen und Männer in unterschiedlichen Berufen tätig sind, in unterschiedlichen hierarchischen Positionen arbeiten, eine unterschiedliche Dauer der Betriebszugehö...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift PERSONALquarterly.
PERSONALquarterly 3/2026

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Schlagworte zum Thema:  PERSONALquarterly, Demografischer Wandel