Wie beeinflusst die Entscheidungsebene und damit die Möglichkeit, selbstbestimmt und proaktiv über mobiles Arbeiten zu entscheiden, die Gesundheit und Leistung von Beschäftigten? Welche Unterschiede zeigen sich zwischen individueller, teambasierter, führungskraftgesteuerter und organisationaler Entscheidungsfindung? Diese Forschungsfragen klärt der Beitrag von Dr. Kilian Hampel und Prof. Dr. Florian Kunze von der Uni Konstanz.
Die COVID-19-Pandemie hat die Arbeitswelt grundlegend verändert. Was zunächst als temporäre Notlösung begann, hat sich mittlerweile in vielen Organisationen als langfristiges Arbeitsmodell etabliert. Im Jahr 2024 arbeiteten rund 23,5 Prozent der Beschäftigten in Deutschland regelmäßig mobil oder im Homeoffice (Statistisches Bundesamt, 2024). Gleichzeitig tobt eine kontroverse Debatte über die optimale Ausgestaltung: Während mehr als zwei Drittel der Beschäftigten hybride Arbeitsmodelle bevorzugen, in denen sich Präsenz im Büro und mobile Arbeit flexibel kombinieren lassen, dominieren in der öffentlichen Debatte die Maßnahmen von Großkonzernen wie der Deutschen Bank oder SAP, die ihre Mitarbeitenden im großen Stil wieder in Präsenz ins Büro zurückholen.
Doch ist es eine gute Idee, Mitarbeitende unter Zwang wieder ins Büro zurückzubeordern? Sollten Unternehmen es alleine den Mitarbeitenden überlassen, wie viel von zu Hause und an dritten Orten gearbeitet werden kann, oder sind hierarch...
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