Im konkreten Fall ist es die Energiekrise, bei der nicht nur der Kostenanstieg Sorgen bereitet. Es kann auch zu echten Knappheiten oder gar längerfristigen Lieferstopps kommen, wenn z. B. Infrastrukturen beschädigt oder Lieferketten erneut unterbrochen werden. Daher ist der Zeitpunkt aktuell günstig, sich mit dem Thema zu befassen.

Es geht zum einen darum, kurz- und mittelfristig so viel Energie zu sparen wie möglich, da jede Kilowattstunde weniger Verbrauch die Lage insgesamt entspannt. Und langfristig muss es das Ziel sein, sich so weit es geht von fossilen Energieträgern zu lösen und möglichst viel Energie aus regenerativen Quellen zu beziehen. Auch wenn der Weg dahin noch lang ist und in vielen Teilen noch entsprechende Infrastrukturen aufgebaut werden müssen, sollte man in den Unternehmen nicht warten, sondern ab sofort alles daransetzen, um hier intern selbst Verbesserungen zu erzielen. Die derzeitige Lage ist insofern "günstig", als dass es so möglich ist, alle 3 Säulen aus dem Nachhaltigkeitsmodell gleichzeitig zu verbessern:

  • Ökologie (weniger Energieverbrauch bzw. Nutzung regenerativer Energien),
  • Ökonomie (Senkung der Kosten und Sicherung von Gewinn und Liquidität) und
  • Soziales (Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen).

Nicht zuletzt werden durch Maßnahmen im Energiebereich Risiken gesenkt, etwa, dass es zu Produktionsengpässen oder -ausfällen und Lieferproblemen kommt.

 
Praxis-Tipp

Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich auf vielen Ebenen

Es steht zu erwarten, dass sich nachhaltiges Wirtschaften künftig positiv auf das Rating auswirken wird. Damit wird der Zugang zu neuen Finanzmitteln, aber auch Geschäftspartner gegenüber "Verweigerern" erleichtert.

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