Führung nachhaltig gestalten
Von mangelndem Selbstbewusstsein kann bei den Veranstaltern keine Rede sein. Denn BPM-Präsident Joachim Sauer ist überzeugt: "Der BPM-Kongress hat sich als wichtigste Austauschplattform für professionelles HR-Management fest etabliert." Rund 1.500 Personalmanager werden erwartet. Hochkarätige Keynotes sowie über hundert praxisnahe Best Cases und interaktive Workshops zu allen Facetten des Personalmanagements durchziehen das Programm.
Nachhaltiges Personalmanagement wird wichtiger
Als erster Keynote-Speaker wurde für dieses Jahr Klaus Töpfer, Vorsitzender der Ethik-Kommission zur sicheren Energieversorgung, gewonnen. Er wird Impulse für ein nachhaltiges Personalmanagement geben. Denn nachhaltig zu planen und zu handeln, bedeutet nicht auf Kosten kommender Generationen zu wirtschaften. Das ist gerade angesichts des demografischen Wandels dringend geboten. Dafür ist aber ein Umdenken in den Köpfen der Menschen erforderlich, vorausgesetzt, man setzt die richtigen Anreize.
Um Menschen nachhaltig zu ändern, ist es nötig, ihre individuelle Motivationsstruktur zu berücksichtigen. Auch die Anreize spielen dabei eine entscheidende Rolle – jedoch ist Vorsicht geboten: Je materieller eine Belohnung, desto schneller verliere sie ihre Wirkung, weiß Prof. Dr. Gerhard Roth, Direktor des Instituts für Hirnforschung an der Uni Bremen. Roth wird die zweite Keynote am ersten Kongresstag halten. Seine These: Das Ziel müsse auf jeden Fall eine hohe Selbstmotivation der Mitarbeiter sein. Zugegeben, keine einfache Aufgabe. Wer jedoch die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung kennt, wird diese Mechanismen und Vorgänge umso leichter verstehen. Dabei wird Roth aber nicht umhin kommen, mit vorherrschenden Ansichten zu brechen.
Mut zur Führungsverantwortung
Die dritte Keynote wird Prof. Dr. Ulrich Walter halten, der mit seinem fast zehnstündigen Flug im Orbit einer von nur zehn deutschen Raumfahrern war. In seinem Vortrag "Einmal ins All und zurück: Grenzerfahrung Weltall" erklärt der Wissenschaftsastronaut, warum die Kunst, Führungsstärke und Teamfähigkeit auch unter extremen Bedingungen und unter Einsatz des eigenen Lebens zu vereinen, für den Erfolg der Mission entscheidend war. Denn eines ist klar: Im All ist kein Platz für Ego-Trips oder Zögerlichkeit. Zurück auf der Erde sieht dies allerdings schnell wieder anders aus.
Zwar sind Chefs wie "Stromberg", die durch Machosprüche, Mobbing und Mitarbeiterschikane auf sich aufmerksam machen, nicht die Regel in deutschen Büros. Jedoch zeigt die mehrfach prämierte Comedy-Fernsehserie nur zu gut – wenn auch stark überzeichnet – die Tücken und Herausforderungen des täglichen Führungsalltages. Mastermind hinter der TV-Serie ist der Produzent und Drehbuchautor Ralf Husmann. Im Interview mit Moderator Hajo Schumacher wird er auf dem Podium über "den Krieg im Büro" sprechen. Für Unterhaltung wird also am Nachmittag des ersten Kongresstages gesorgt sein. Denn Husmann hat jahrelang auch die Gags für Harald Schmidt geschrieben.
Aufmerksamkeit dürfte auch die Abschlussdiskussion am letzten Kongresstag auf sich ziehen. Dabei werden die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, Nikolaus Blome, Leiter Hauptstadtstudio & Wirtschaftsressort der Bild-Zeitung, der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Joachim Pfeiffer und BPM-Präsident Joachim Sauer den Bogen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Standorts Deutschland zu betrieblicher Personalarbeit schlagen. Im Grunde geht es um die gesellschaftliche Verantwortung der Personaler als Führungskräfte. Das dürfte Raum für heiße Diskussion bieten.
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