"Gutes Signal für den Standort Deutschland"

Personalmagazin: Herr Kilian, Sie kommen gerade aus der Betriebsversammlung in Zwickau, auf der Sie die Neuausrichtung von Volkswagen erläutert haben, die für die Beschäftigten Einschnitte mit sich bringt. Wurden Sie mit Vorwürfen konfrontiert, war das sehr unangenehm für Sie?
Gunnar Kilian: Wer eine Vereinbarung verhandelt und beschlossen hat, muss den Beschäftigten auch erläutern, warum bestimmte Schritte notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Dass Veränderungen mit Ängsten verbunden sind, kann ich verstehen. Doch wir können diese Ängste nehmen, wenn wir die Veränderungen klar kommunizieren. Wir haben deshalb im Vorfeld der Betriebsversammlung in Zwickau Fragen der Beschäftigten eingesammelt, die ich zusammen mit Kollegen beantwortet habe. Damit konnten wir die Veränderungen, die auch Zwickau betreffen, einordnen und Befürchtungen abbauen.
Personalmagazin: Der Standort Zwickau muss mit dem ID.3 und dem CUPRA Born zwei Produkte nach Wolfsburg abgeben, der Audi Q4 bleibt dort im Zwei-Schicht-Betrieb, aber nur noch auf einer Fertigungslinie. In der Regionalpresse wurde im Vorfeld davon gesprochen, dass die Sachsen die Verlierer der Vereinbarung seien. Was haben Sie den Beschäftigten geantwortet?
Kilian: Dass die Fakten etwas anderes sagen. Von den über 35.000 Arbeitsplätzen, die Volkswagen in Deutschland bis 2030 abbauen wird, entfallen 29.000 auf Standorte in Niedersachsen, die weiteren entfallen auf die anderen Bundesländer. Sachsen ist nicht überproportional vom Abbau betroffen. Zudem wird Zwickau der erste Volkswagen Standort, an dem wir ein Circular Economy Hub für eine klimaschonende Kreislaufwirtschaft errichten werden. Hier nimmt der Standort Zwickau für den Volkswagen Konzern eine Vorreiterrolle ein. Wir konnten damit einen verlässlichen Ausblick in die Zukunft geben. Und das war wichtig. Denn klar ist es emotional und für alle Automobilisten nicht einfach, eine Fertigungslinie abzugeben.
Vereinbarung "Zukunft Volkswagen"
Personalmagazin: Lassen Sie uns über die Inhalte des Tarifabschlusses sprechen, der sehr viele Facetten hat. Sie sprachen von einer grundlegenden Neuausrichtung der Volkswagen AG, die damit eingeleitet wird. Worin liegt der Spurwechsel?
Kilian: Wir haben auf betrieblicher und tariflicher Ebene in Summe zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit über die Senkung von Arbeitskosten und Beschäftigungssicherung verhandelt und dazu betriebliche Vereinbarungen getroffen, die bis 2030 den Abbau von technischen Kapazitäten von über 730.000 PKW-Einheiten beinhalten, die Auslastung und Belegung von Standorten und Ziele zu Fabrikkosten. So erreichen wir durch die Effizienzprogramme bei Volkswagen Pkw, Group Components und Volkswagen Nutzfahrzeuge in Verbindung mit dem jetzigen Tarifabschluss für die Volkswagen AG mittelfristig Kosteneffekte von netto mehr als 4 Milliarden Euro pro Jahr. 1,5 Milliarden Euro davon sind kurzfristig wirkende Einsparungen bei den Arbeitskosten. Dieses umfassende Ergebnis spiegelt auch die Komplexität der Vereinbarung wider. Die Vereinbarung ‚Zukunft Volkswagen‘ steht gleich auf drei tragenden Säulen. Einem zukunftsfähigen Haustarifvertrag, wettbewerbsfähigen Werkstrukturen und betrieblichen Vereinbarungen, die die Umsetzung vereinfachen.
Personalmagazin: War das der Grund, warum die Verhandlungen über drei Monate dauerten und zu den längsten in der Geschichte von Volkswagen wurden?
Kilian: Wir haben eine grundsätzliche Neuausrichtung unseres Unternehmens gefordert. Das löst man nicht so einfach nebenher. Zudem waren wir aufgrund der wirtschaftlichen Situation gezwungen, die Beschäftigungssicherung aufzukündigen. Das hat die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite verständlicherweise angespannt. Es ging um die Zukunft von allen zehn Volkswagen Standorten in Deutschland. Es mussten viele Details geklärt werden, und deshalb hat es Zeit gebraucht, eine Kompromisslinie zu finden. Noch am Vormittag des letzten Verhandlungstages war unklar, ob eine Einigung zustande kommt.
Personalmagazin: Was wäre passiert, wenn die Verhandlungen gescheitert wären? Die IG Metall war auf Streiks vorbereitet.
Kilian: Die Arbeitnehmerseite hätte sicherlich zum Streik aufgerufen, das Unternehmen war darauf ebenfalls vorbereitet. Beide Seiten waren sich aber einig, dass sich Volkswagen für die Zukunft wettbewerbsfähig aufstellen muss. Wir brauchten die Grundlage, um Investitionen in unsere zukünftigen Produkte aus eigener Kraft zu stemmen. Wir waren uns in der Analyse grundsätzlich einig, strittig war die Frage, welche Maßnahmen und Veränderungen dazu notwendig sind.
Standorte schließen oder alternativ nutzen?
Personalmagazin: Bei der Transformation zur Elektromobilität ist Volkswagen in den letzten Jahren vorangekommen, doch es fehlen in der Modellpalette preisgünstige Fahrzeuge. Gehört zum Ziel der neuen Vereinbarung, dass Volkswagen hierzulande Elektroautos herstellen kann, die sich auch der Durchschnittsbürger leisten kann?
Kilian: Das war ein zentraler Punkt der Verhandlungen. Wir haben wieder exzellente Autos, die qualitativ hochwertig sind. Wir wollen und müssen sie aber auch zu attraktiven Preisen anbieten können. Deshalb haben wir uns für alle Standorte Ziele zu den Fabrikkosten gesetzt, nicht nur für die Fertigung und Montage, auch für die Herstellung der Komponenten. Das ist die Voraussetzung, um attraktive Preise zu erreichen und profitabel zu wirtschaften.
Personalmagazin: Die Betriebsratsvorsitzende hatte sich ja sehr früh aus dem Fenster gelehnt und eine rote Linie bei der Schließung von Standorten gezogen, was der Vorstand verlangte. Offiziell beinhaltet die Vereinbarung keine Schließung von Standorten, doch in Dresden und Osnabrück werden in naher Zukunft keine PKWs mehr vom Band rollen. Gibt es schon alternative Nutzungskonzepte für die Standorte?
Kilian: In Osnabrück läuft noch die Fertigung bis September 2027. In Dresden stellen wir Ende dieses Jahres die Fahrzeugproduktion ein. Ein Lösungskonzept für eine alternative Nutzung erarbeiten wir aktuell. Für beide Werke gilt, dass wir eine tragfähige Lösung im Interesse des Unternehmens und der Beschäftigten finden müssen.
Personalmagazin: Continental hat seinen Standort Gifhorn geschlossen und mit Stiebel-Eltron und Rheinmetall Investoren gefunden, die Standort und Beschäftigte übernehmen. Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Agentur für Arbeit, verfolgt mit der Idee von regionalen Job-Drehscheiben ein neues Konzept, um Jobs in Regionen zu halten. Sind solche Modelle auch für Sie vorstellbar?
Kilian: Grundsätzlich sind das gute Ideen. Es gibt im Markt schon Gerüchte, dass wir in Gesprächen mit Investoren seien. Derzeit gibt es aber nichts Konkretes. Wir stehen am Anfang des Prozesses und werden zusammen mit den Verantwortlichen an den Standorten nach Lösungen suchen.
Jeder dritte Arbeitsplatz soll bis 2030 wegfallen
Personalmagazin: Die Zukunftsvereinbarung von Volkswagen sieht vor, dass mehr als 35.000 Arbeitsplätze wegfallen. Das ist fast jeder dritte Arbeitsplatz. 24.000 davon sollen durch die demografische Entwicklung entfallen. Ab welchem Alter wollen Sie die Leute in den Ruhestand schicken?
Kilian: Mit dem Personalabbau haben wir bereits Ende 2023 mit dem Performance Programm begonnen. Wir sind bei der Zahl der aktiv Beschäftigten der Volkswagen AG schon unter 100.000. Doch die Situation auf dem europäischen Automobilmarkt, der seit COVID um 2 Millionen Fahrzeuge eingebrochen ist und sich nach aktuellen Erkenntnissen auch nicht bis 2030 erholt, hat weiteren Handlungsbedarf gezeigt. Deshalb haben wir nachjustiert. Wir haben derzeit Angebote zur Altersteilzeit für Beschäftigte bis zum Jahrgang 1967 und werden das zeitnah für weitere Jahrgänge ausweiten.
Personalmagazin: Das sind derzeit Freiwilligenprogramme. Wie viele machen mit?
Kilian: Wir haben eine Annahmequote von bis zu 80 Prozent der Jahrgänge.
Personalmagazin: Wie wollen Sie die restlichen 11.000 Arbeitsplätze abbauen, die nicht über die demografische Linie abbaubar sind?
Kilian: Wir werden unser Ziel auch mit Aufhebungsverträgen weiterverfolgen. 2024 haben wir im indirekten Bereich unterstützt durch dieses zusätzliche Personalinstrument unsere gesteckten Ziele erreicht. Diese Maßnahmen leiten wir jetzt auch an unseren deutschen Standorten im direkten Bereich ein. Dabei setzen wir aber auch auf eine höhere Planbarkeit für Unternehmen und die Beschäftigten. Bereits seit 2023 besteht ein Einstellstopp. Darüber hinaus reduzieren wir zukünftig die Zahl unserer Auszubildenden auf 600 statt 1400 pro Jahr. Zudem kurbeln wir unseren internen Arbeitsmarkt innerhalb des Konzerns an, damit Beschäftigte zu anderen Marken und Standorten wechseln.
Menschen, die in der Industrie arbeiten, sind häufig nicht für Jobs in der Dienstleistung zu gewinnen." - Gunnar Kilian, VW
Personalmagazin: Beschäftigte erhalten Hundertausende von Euros, damit sie ihren Job aufgeben. Das ist der Ansatz von vielen Konzernen zum Personalabbau. Wäre es nicht besser, das Geld dazu zu verwenden, dass diese weiterarbeiten können?
Kilian: Volkswagen befindet sich in einem strukturellen Wandel, der nachhaltige Veränderungen mit sich bringt. Das erfordert eine dauerhafte Anpassung unserer Beschäftigtenzahl. Deshalb sind die Maßnahmen notwendig, die auch Tätigkeitsverlagerungen ins Ausland beinhalten. Als Personalwesen nutzen wir schon Shared Service Center für standardisierte Tätigkeiten an unserem Standort in Polen. Die HR Kernleistung selbst bleibt in Deutschland. Bis 2026 werden wir in der Volkswagen AG 20 Prozent unserer Personalkosten reduzieren. 2027 bis 2030 werden wir zusätzlich drei Prozent pro Jahr einsparen. Diese Ziele werden durch Prozessverbesserung, Digitalisierung oder eben auch die Bündelung von Aufgaben in Shared Services in unseren Auslandsstandorten erreicht.
Personalmagazin: Menschen mit 55 Jahren in den Ruhestand zu schicken, mag betriebswirtschaftlich Sinn machen, volkswirtschaftlich ist das Gift. Es gibt Fachkräftemangel und die Finanzierung der Renten- und Krankenkassen macht es erforderlich, dass Menschen künftig eher länger arbeiten müssen. Kann man VW-Facharbeiter nicht motivieren, künftig beispielsweise als Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr zu arbeiten?
Kilian: Das Argument kann ich nachvollziehen. Wir sind prinzipiell offen für solche Lösungen. Aber wir müssen auch realistisch bleiben. Menschen, die Jahrzehnte in der Industrie gearbeitet haben, sind häufig nicht für Jobs in der Dienstleistung oder anderen Branchen zu gewinnen, die meist auch niedriger vergütet werden. Und wir dürfen nicht vergessen: Die Beschäftigten haben in ihrem Berufsleben viel geleistet.
Personalabbau durch Altersteilzeit
Personalmagazin: Auch eine Altenpflegerin oder ein Handwerker haben in ihrem Leben viel geleistet und müssen bis zum gesetzlichen Rentenalter durchhalten. Sie sprechen manchmal vom wohlverdienten Ruhestand, in den die Beschäftigten durch Altersteilzeit geschickt werden. Ist das noch zeitgemäß, wenn unsere jungen Leute vermutlich bis 70 arbeiten müssen, um eine ausreichende Rente zu bekommen?
Kilian: Volkswagen ist ein sozialer Arbeitgeber. Das hat uns immer ausgezeichnet und wird es auch zukünftig. Wer bei uns im Schichtbetrieb über Jahrzehnte arbeitet, der hat viel geleistet. Häufig ist das auch körperlich sehr anstrengend, obwohl wir in den letzten Jahrzehnten viel in die Ergonomie der Arbeitsplätze investiert haben. Die Ausweich-Arbeitsplätze, die es früher gab, fallen durch den Strukturwandel vielfach weg. In der jetzigen Situation, in der wir Arbeitsplätze abbauen müssen, ist die Altersteilzeit eine sozialverträgliche Lösung.
Personalmagazin: Ist das nicht altes Denken? Wären betriebsbedingte Kündigungen mit Sozialplan nicht sozialverantwortlicher? Die jungen Leute, die den Job verlieren, würden schnell wieder einen neuen Arbeitsplatz finden.
Kilian: Meine Gegenthese: Wer nicht die jüngere Generation im Blick hat, schaut auch nicht in die Zukunft. In vielen Bereichen brauchen wir gerade junge Beschäftigte mit ihrem Know-how, etwa in der Software- oder Produktentwicklung. Trotzdem setzen wir auch auf das Know-how und die Erfahrung der älteren Kollegen. Unternehmen brauchen eine ausgewogene Altersstruktur. Diese ermöglichen wir mit einer gezielten Personalplanung.
Struktureller Umbruch im Automobilmarkt
Personalmagazin: Die Beschäftigten von Volkswagen werden besser bezahlt als im Schnitt der Wirtschaft, auch besser als in der Branche. Gelingt es ihnen mit dem Tarifabschluss, die Gehälter dem Branchenschnitt anzunähern?
Kilian: Ja, das ist unser Ziel. Wir haben dazu zwei Elemente vereinbart. Einerseits enthält der Tarifabschluss konkrete Einsparungen, etwa der Verzicht auf die Auszahlung der tariflichen Lohnerhöhung für 2025 und 2026, die Aussetzung der Mai-Zahlung der Erfolgsbeteiligung in den Jahren 2026 und 2027 und die Absenkung von Urlaubs- und Jubiläumszahlungen. Anderseits haben wir uns mit der Arbeitsnehmerseite darauf verständigt, ein neues Entgeltsystem zu erarbeiten, das Tätigkeiten neu bewertet und zum 1. Januar 2027 umgesetzt werden soll, wobei diese Umstellung auch zu deutlichen Einsparungen beitragen soll.
Personalmagazin: Bei der Vergütung der 4000 Managerinnen und Manager sollen bis 2030 etwa 300 Millionen Euro eingespart werden. Ist das ein symbolisches Zeichen, das mit der Reduzierung der Boni erreicht werden kann?
Kilian: Alle bei Volkswagen leisten ihren Beitrag. Auch das Management, das übrigens bereits vor der Vereinbarung einen finanziellen Beitrag geleistet hat. Zudem besteht die Managementvergütung aus einem fixen und einem variablen Anteil, der abhängig ist vom Gesamterfolg vom Unternehmen. Letzteres schwankt also und ist kein Entgelt für eine besondere Leistung. Die jetzigen Einsparungen von 300 Millionen Euro bis 2030 sind daher nicht nur ein Symbol, sondern auch ein echter Beitrag. Wir werden das prozentual über den Jahresbonus umsetzen, es gibt eine jährliche Staffelung, beginnend mit einer Reduzierung um acht Prozent der Gesamtzielvergütung. Wer mehr verdient, leistet auch einen größeren Beitrag zur Einsparung.
Personalmagazin: Bonuszahlungen werden ja in der Regel für besondere Leistungen gezahlt. Hat nicht das Management eine besondere Verantwortung dafür, dass Volkswagen in diese Krisensituation gekommen ist? Müssten die Einschnitte nicht deutlich größer sein?
Kilian: So ein pauschales Urteil über eine Beschäftigtengruppe kann ich nicht einfach stehen lassen. Natürlich haben wir auch hausgemachte Probleme, die wir lösen müssen. Das möchte ich nicht bestreiten. Aber insgesamt handelt es sich um Veränderungen im Automobilmarkt, für die der Einzelne nicht verantwortlich sein kann. Es handelt sich um einen strukturellen Umbruch unserer Industrie weltweit. Den gilt es nun gemeinsam zu managen. Und dafür hat Volkswagen ein starkes Managementteam an Bord.
Es handelt es sich um Veränderungen im Automobilmarkt, für die der Einzelne nicht verantwortlich sein kann. Es geht um einen strukturellen Umbruch unserer Industrie weltweit." - Gunnar Kilian, VW
Personalmagazin: Die Mitbestimmung hat bei Volkswagen traditionell eine besonders starke Stellung. In der Wirtschaft haben viele auf diese Tarifverhandlungen geschaut und sich gefragt, ob mit der Mitbestimmung auch gravierende Strukturveränderungen umgesetzt werden können. Haben Sie mit dem Tarifabschluss auch einen Beitrag geleistet, um das das Modell der Mitbestimmung zu stärken?
Kilian: Unternehmen und Mitbestimmung standen gleichermaßen unter Druck. Mit dem Tarifabschluss ist es uns aber gelungen, gemeinsam einen Kompromiss für beide Seiten zu finden, der die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und zeitgleich Zukunftsperspektiven schafft. Das ist nicht nur ein gutes Signal für die Mitbestimmung, sondern auch für den Standort Deutschland. Doch wir sind noch nicht am Ziel. Wir stehen am Anfang. Wir müssen die erzielten Ergebnisse jetzt operativ umsetzen und die gesteckten Kostenziele erreichen. Wir werden jedes Quartal zusammen mit der Arbeitnehmerseite analysieren, ob wir die vereinbarten Ziele bei den Fabrik- und Arbeitskosten erreichen. Das Jahr 2025 wird das Jahr der Umsetzung.
Personalmagazin: Welcher Geist hält beide Seiten zusammen? Was treibt sie an?
Kilian: Wir sind alle Volkswagen. Gemeinsam wollen wir die Produktivität unserer Standorte steigern. Wir wollen zeigen, dass neben Premiumherstellern auch Volumenhersteller in Deutschland erfolgreich produzieren können. Dass wir exzellente und preislich attraktive Autos fertigen und damit die Beschäftigung sichern können. Volkswagen kann das und das treibt uns gemeinsam an.
Personalmagazin: Volkswagen ist ein global aufgestelltes Unternehmen. Werden ausländische Standorte innerhalb des Konzerns künftig an Bedeutung gewinnen?
Kilian: Wir bauen in Deutschland Kapazitäten ab, das heißt aber nicht, dass der Standort an Bedeutung verliert. Unsere Stärke liegt auch schon heute darin, dass wir Autos in und außerhalb Deutschlands herstellen. Deutschland ist und bleibt aber unser Heimatmarkt, hier ist der Konzernsitz. Die Entwicklung der Schlüsseltechnologien und die Baukastenkompetenz für die künftige sogenannte Skalierbare System Plattform, kurz SSP, bleiben in Deutschland. Das ist ganz klar. Der Stammsitz Wolfsburg übernimmt die fachliche Steuerung aller Entwicklungsstandorte der Markengruppe Core im Konzern. Auch das ist Teil der Vereinbarung. Mit dem jetzigen Schritt zeigen wir, dass wir auch hierzulande eine wirtschaftlich profitable und nachhaltige Automobilproduktion betreiben können.
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