Das Fluktuationsrisiko bestimmen
Angeblich hat Google einmal einen Algorithmus erstellt, der das Risiko dafür berechnet, ob einzelne Mitarbeiter kündigen werden. Wie genau dieser Algorithmus funktioniert, wurde nie bekannt. Aber es gibt auch so einige Hinweise auf ein steigendes Fluktuationsrisiko, die Personaler kennen sollten. Dann können sie auch rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten. Die unten stehende Tabelle von Matthias Meiffert, Mitglied der Geschäftsleitung und Partner der Kienbaum Management Consultans GmbH, hilft Ihnen dabei, das Risiko einzuschätzen.
Vorsicht: Populäre Irrtümer bei der Mitarbeiterbindung
Haben Personaler das Flukutationsrisiko für kritische Schlüsselpositionen herausgearbeitet, geht es darum, gut Bindungsmaßnahmen einzuleiten. Langfristig können das der Aufbau eines guten Arbeitgeberimages sein oder auch das Schaffen einer Unternehmenskultur, die die Mitarbeiter stolz auf ihr Unternehmen macht. Meist stehen aber erst kurz- und mittelfristige Maßnahmen an, die individuell angeboten werden: eine gezielte Karriere- und Aufstiegsplanung oder eine aktive Personalentwicklung.
Welche Maßnahmen die richtigen sind, variiert je nach Unternehmen und Mitarbeiter. Allerdings sollte man sich auch nicht auf allzu einfache Lösungen fokussieren. Unsere Bilderserie zeigt die fünf populärsten Irrtümer, die bei der Mitarbeiterbindung immer wieder in der Praxis auftreten.
Das Fluktuationsrisiko eines Mitarbeiters kann man berechnen: Entscheiden Sie sich für je eines der Kriterien und addieren Sie die Punktwerte aus der folgenden Tabelle.
| Fluktuationsrisiko | |||
| Kriterium | Bandbreite | Punkte | Beurteilung in Punkten |
| Individuelle Faktoren | Geringe Mobilität, hohes Commitment, unkritisches Alter | 10 | |
| Mobil, persönliche Wünsche zur Laufbahnplanung hinterlegt, Vita drückt Flexibilität aus | 20 | ||
| Kritisches Alter (> 60 Jahre bzw. High Potential < 40 Jahre), hohe Mobilität und Flexibilität | 30 | ||
| Letzter Positionswechsel | ...vor weniger als 2 Jahren | 10 | |
| ...länger als 2 Jahre, aber weniger als 5 Jahre | 20 | ||
| ...vor mehr als 5 Jahren | 30 | ||
| Alleinstellungsmerkmale | Wenige Alleinstellungsmerkmale, Kompetenzprofil ist auch bei mehreren anderen Mitarbeitern anzutreffen oder auf dem externen Markt sind relativ einfach Kandidaten zu rekrutieren. | 10 | |
| Einige spezielle Kompetenzen/Erfahrungen, die schwer zu ersetzen sind. | 20 | ||
| Sehr viele spezielle Kompetenzen/Erfahrungen, die auch auf dem externen Markt sehr gefragt sind. | 30 | ||
| Summe der Punktwerkte: | |||
| Bewertung des Risikos | ||||
| Fluktuationsrisiko: | Niedrig | Mittel | Hoch | Sehr hoch |
| Ergebnis: | 41 Punkte | 41 bis 55 Punkte | 56 bis 75 Punkte | 76 bis 90 Punkte |
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
555
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
222
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
186
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
181
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1174
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
114
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
102
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
95
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
888
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
68
-
KI verändert nicht nur Jobs. Sie verändert Organisationen.
01.09.2026
-
Frauengesundheit am Arbeitsplatz: Wechseljahre, Kinderwunsch und neue Benefits
01.09.2026
-
Unternehmen zahlten 2025 fast 86 Milliarden Euro für erkrankte Mitarbeitende
31.08.2026
-
Der Perspektiv-Shift
28.08.2026
-
Wenn Recruiting am Jobtitel scheitert
27.08.2026
-
Wie Führungskräfte Mitarbeitergespräche vereinfachen
26.08.2026
-
Work Culture Festival: Kultur, KI und die Zukunft des Büros
26.08.2026
-
Die großen Denkfehler bei der Raumgestaltung
25.08.2026
-
Wertschätzen statt abwimmeln – zehn Tipps für Absagen
25.08.20261
-
bKV: Gesundheit als Basis für Erfolg und Produktivität
24.08.2026