MBA: Ranking Businessweek zu besten Business Schools

Welche Business Schools sind die besten? Auch 2021 liefert das Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek ein "Best Business School MBA-Ranking": Stanford und IMD besetzen wieder die ersten Ränge in den USA und Europa. Neu ist dabei der Diversity-Index für US-Schulen.

Bieten die Schulen, was ihre Studierenden brauchen? Lässt sich das Gelernte anwenden? Worauf legen Recruiter wert? Das sind Fragen, die hinter dem Ranking der Bloomberg Businessweek stehen. Dafür wählt das Wirtschaftsmagazin Studierende, Alumni und Recruiter als Stakeholder und Bewertende aus. Basis des Rankings bilden wie schon 2020 vier Indices: Compensation, Learning, Networking und Entrepreneurship. Um eine Gewichtung dieser Indikatoren für das Ranking festzulegen, wurden die Stakeholder befragt, welche Kriterien ihnen am wichtigsten erscheinen. Für US-Schulen kam 2021 ein weiterer Index hinzu: zum Thema Diversität. 

Business-School-Ranking: Standford führt in Mehrzahl der Indices

Die Befragung der Stakeholder in den USA ergab folgende Gewichtung für das Ranking der US-Schulen (in Prozent): Compensation (35,7), Learning (25,8), Networking (17,8), Entrepreneurship (12,0) und Diversity (8,6). Wie schon 2020 ist Stanford die Nummer 1 im US-Ranking und gewinnt mit 100 Punkten drei dieser Kategorien – Compensation, Networking und Entrepreneurship. Stanford-Graduierte werden zu einem Drittel im Finanzsektor eingestellt, gefolgt vom Technologieunternehmen und Consulting. Unter den Top 5 landen ferner Dartmouth (Tuck), Harvard, Chicago (Booth) und Northwestern (Kellogg). Die Abfolge von Platz 1 bis 4 entspricht exakt dem Ranking vom Vorjahr. Innerhalb der Top 10 gibt es einige Verschiebungen: Einen großen Sprung macht die Northwestern Kellogg School of Management, die von Platz 10 auf den fünften Rang vorrückt. Spitzenreiter im Bereich Learning wird Texas Dallas.  

Gesamt-Spitzenreiter sind im Diversity-Index nicht vorne dabei

Der erstmalig für 84 US-MBA-Programme erhobene Diversity-Index wird zu je 50 Prozent nach den Faktoren Geschlecht sowie ethnische Herkunft und Nationalität gerankt. Überraschenderweise gehören die Diversity-Spitzenreiter nicht zu den führenden Schulen des Gesamtrankings. Die Top 3 Schulen sind stattdessen: North Carolina State (Jenkings) (Gesamtranking Platz 44) mit einem sehr hohen Frauenanteil von 65 Prozent, die George Washington (Gesamtranking Platz 52) und Howard (Gesamtranking Platz 23). Standford landet hingegen auf Rang 16, Darmouth (Tuck) und Harvard teilen sich den 17. Platz. 

Spitzengruppe der Business Schools in Europa bleibt fast erhalten

Für die Schulen in Asien, Europa und Kanada liegt dieselbe Gewichtungsgrundlage vor (in Prozent): Compensation (36,5), Learning (25,3), Networking (23,8) und Entrepreneurship (14,4). Auch in Europa, mit 23 Schulen im Ranking, bleiben wie in den USA beinahe dieselben Schulen unter den Top 5. Allerdings gibt es leichte Rangverschiebungen. Der Spitzenreiter IMD aus Lausanne behauptet den ersten Rang, wobei die Schule im Gegensatz zu Stanford keinen Index für sich entscheiden kann. Die meisten Absolventen der IMD arbeiten im Consulting, Produktionsgewerbe oder im Gesundheitswesen. Die IESE Business School in Barcelona, die auf Platz 2 landet, macht vier Plätze gut, die SDA Bocconi rückt von Platz fünf auf zwei nach vorne. Es folgen die Insead und London Business School. Es fällt auf, dass sowohl in Kanada als auch im asiatischen Raum die Spitzenschulen nicht mehr als 40 Punkte insgesamt erreichen. Die je Erstplatzierten sind die Queen’s (Smith) in Kingston und CEIBS in Shanghai.

Ranking: ESMT Berlin überholt Mannheimer Business School

Aus Deutschland schaffen es die ESMT Berlin und die Mannheimer Business School in das Ranking, jedoch in umgekehrter Reihenfolge im Vergleich zum Vorjahr. Die ESMT Berlin überholt Mannheim und klettert auf Rang 12, drei Plätze weiter als noch 2019. Ihre Stärken liegen vor allem im Bereich Learning und Entrepreneurship mit je rund 80 Punkten. Damit landet die ESMT Berlin sogar einen Platz vor St. Gallen. Mannheim hingegen rutscht von Platz 10 auf 16, ihre Höchstpunktzahl erreicht die Schule im Bereich Compensation (63.8 Punkte). Die Alumni der deutschen Schulen finden sich zur Mehrzahl im Technologiesektor wieder. Die größte Gruppe der Studierenden kommt bei beiden aus Indien.

Die Bloomberg Businessweek hat 119 MBA-Programme weltweit gerankt. Grundlage des Rankings sind 19.995 Umfrageergebnisse sowie Daten von Schulen zu "MBA Career Services & Employer Alliance (MBA CSEA) employment and compensation". Ferner lieferten die US-Schulen Daten zur Diversität.

Das gesamte B-School-Ranking der Bloomberg Businessweek finden Sie hier.


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