07.10.2016 | Serie HR-Startups

Firstbird: Mitarbeiter werben Mitarbeiter

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Von links nach rechts: Daniel Winter (CTO), Matthias Wolf (COO) und Arnim Wahls (CEO)
Bild: Haufe Online Redaktion

Der frühe Vogel fängt den Wurm - oder den besten Mitarbeiter. Um Unternehmen das Recruiting zu erleichtern, hat das Wiener Startup Firstbird eine Software für Mitarbeiterempfehlungen entwickelt, die Funktionalität mit spielerischem Wettbewerb verbindet.

Wer hat’s gegründet?

Arnim Wahls, Matthias Wolf und Daniel Winter kommen aus unterschiedlichsten Bereichen. Ihre ehemaligen Jobs reichen von Recruitingleitung bei der größten Anwaltskanzlei in CEE und Geschäftsführung bei Great Place to Work bis hin zu IT-Projektmanagement bei Endress+Hauser. Aber eines verbindet sie: Das Streben nach Innovation und Verbesserung. Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern haben sie im März 2013 Firstbird gegründet, ein digitales Mitarbeiterempfehlungsprogramm, das die Art und Weise, wie rekrutiert wird, nachhaltig verändert.

Wie war die Entwicklungszeit?

Die Idee wurde anfangs zu dritt ohne Fremdkapital als Produkt auf den Markt gebracht. Nach anderthalb Jahren hatten wir zahlende Kunden, wachsende Erfolge und messbare Belege über den Nutzen für Unternehmen gesammelt. Nach Aufnahme in das globale Microsoft-Accelerator-Programm wurden unter anderem von Kienbaum und der Job Cloud AG 1,25 Millionen Euro Wachstumskapital aufgenommen. Heute arbeiten über 20 Mitarbeiter aus sechs Nationen täglich daran, das Recruiting für 1.300 Kunden weltweit zu verbessern.

Was soll noch geändert werden?

Die Arbeit in einem Startup bedeutet, sich immer auf neuem Terrain zu bewegen und täglich dazuzulernen. Woran wir momentan arbeiten, wollen wir noch nicht verraten. Aber einen kleinen Tipp können wir geben: Auf der Zukunft Personal 2016 kündigen wir unser neuestes Produkt-Feature an.

Was ist die Idee dahinter?

Mitarbeiterempfehlungen sind der effizienteste Rekrutierungskanal und helfen Personalabteilungen, Zeit und Kosten zu sparen. Das wissen Unternehmen schon lange. Trotzdem haben viele Schwierigkeiten, ihr Mitarbeiterempfehlungsprogramm richtig zum Abheben zu bringen. Firstbird löst dieses Problem und ermöglicht Organisationen, bis zu 93 Prozent mehr Empfehlungen zu generieren und bis zu 45 Prozent aller Neueinstellungen über Empfehlungen zu besetzen. Firstbird ist für Recruiter, Empfehler und Bewerber einfach und mobil nutzbar. Insbesondere die Verschmelzung digitaler Funktionalität und spielerischem Wettbewerb führt zu einem Empfehlungsprogramm, das langfristige Erfolge verspricht. Wie genau das funktioniert? Der Recruiter lädt Mitarbeiter und externe Empfehler ein, ,"Talent Scout" für das Unternehmen zu werden. Nach einmaliger Registrierung hat der Talent Scout sein eigenes Firstbird-Konto und kann dieses per Browser oder App aufrufen. Anschließend veröffentlicht der Recruiter die vakanten Jobs des Unternehmens direkt aus Firstbird oder per Schnittstelle aus dem ATS. Die Talent Scouts werden automatisch per Mail oder Push-Notification aus der App über neue Vakanzen informiert. Anschließend können die Talent Scouts die Jobs über ihre sozialen Netzwerke oder per E-Mail teilen, einen Kandidaten direkt empfehlen oder sich sogar selbst auf die Stelle bewerben. Bewirbt sich ein Kandidat, erhält der Talent Scout Feedback vom Unternehmen. Je besser dieses ausfällt, desto mehr Punkte erhält der Empfehler von Firstbird. Für gelungene Einstellungen gibt es die Höchstpunktzahl und optional Prämien vom Unternehmen. Firstbird-Kunden stellen durchschnittlich einen von vier Bewerbern ein. Zudem bleiben empfohlene Kandidaten nachweislich länger im Unternehmen, weshalb Firstbird dazu beiträgt, Fluktuation und Fehlbesetzungskosten möglichst gering zu halten.

Was können etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

Mitarbeiterengagement empfehlen wir unseren Kunden nicht einfach nur, wir machen es vor. Unsere Mitarbeiter sind der Pool, in dem unsere Ideen entsehen und umgesetzt werden. Mit innovativer Kommunikation und Motivation sorgen wir dafür, dass er nicht austrocknet. Dafür ist es wichtig, die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter zu kennen und auf sie einzugehen. Die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter bewegen sich hauptsächlich zwischen Speis, Trank und (E-)Sport. Genau aus diesem Grund steht in unserem Gemeinschaftsraum eine Playstation. Fußball spielen wir zwar meistens über den Bildschirm, aber hin und wieder auch auf echtem Rasen. Mittags sitzen wir immer alle beisammen, plaudern und lassen uns meistens von unserem Hobbykoch bekochen. Abends genießen wir oft auch After-Work-Drinks im Irish Pub.

Weitere Informationen: www.firstbird.eu/de

Schlagworte zum Thema:  Startup, HR-Startup

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