Serienelemente
Von links nach rechts: Matthias Wolf (COO), Daniel Winter (CTO), und Arnim Wahls (CEO) Bild: Firstbird

Private Netzwerke nutzen und neue Talente gewinnen: Um den Unternehmen das Recruiting zu erleichtern, hat das Wiener Start-up Firstbird eine Software für Mitarbeiterempfehlungen entwickelt. Die Anwendung verbindet Funktionalität mit Gamification-Ansätzen.

Wer hat’s gegründet?

Gegründet wurde Firstbird von Arnim Wahls, Matthias Wolf und Daniel Winter. Wir kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und vereinen langjährige Erfahrung aus den Bereichen HR, Business Development und Softwareentwicklung, die wir in Unternehmen wie Kienbaum, Great Place to Work oder Endress und Hauser gesammelt haben.

Wie war die Entwicklungszeit?

Anfangs zu dritt wurde die Idee ohne Fremdkapital als Produkt auf den Markt gebracht. Nach eineinhalb Jahren hatten wir zahlende Kunden, wachsende Erfolge und messbare Belege über die Vorteile für Unternehmen, Firstbird zu nutzen, gesammelt. Nach Aufnahme in das globale Microsoft-Accelerator-Programm wurden unter anderem von Kienbaum und der JobCloud AG insgesamt 1,25 Mio. Euro Wachstumskapital aufgenommen. Heute ist Firstbird das führende Mitarbeiterempfehlungsprogramm in Europa und bedient mit knapp 40 Mitarbeitern über 2.500 Unternehmen weltweit, unter anderem Sixt, Arvato Bertelsmann, Deloitte, Roland Berger oder Nordsee.

Was ist die Idee dahinter?

Firstbird bringt das traditionelle Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter- Programm in die digitale Welt und macht die eigenen Mitarbeiter zum besten Recruiting-Kanal.
Firstbird lässt sich problemlos in alle gängigen Bewerbermanagementsysteme integrieren und garantiert über eine Vielzahl an Motivations- und Kommunikationsfunktionalitäten einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Empfehlungsprogramms. 
Die Erfolgsbilanz spricht für sich: Firstbird-Kunden stellen durchschnittlich einen von vier Bewerbern ein und nicht selten ist Firstbird bereits der effektivste und erfolgreichste Recruiting-Kanal. Zudem bleiben empfohlene Kandidaten nachweislich länger im Unternehmen, weshalb Firstbird dazu beiträgt, Fluktuation und Fehlbesetzungskosten möglichst gering zu halten.

Was soll noch geändert werden?

Wir arbeiten in der Produktentwicklung sehr eng mit unseren Kunden zusammen und legen großen Wert darauf, dass Firstbird Monat für Monat um neue nützliche Funktionen und Lösungen erweitert wird. Ein großer Fokus liegt dabei auf der Integration von Firstbird in die Systemlandschaft unserer Kunden, dazu zählen alle gängigen Bewerbermanagementsysteme wie Greenhouse oder Successfactors ebenso wie Kommunikationsplattformen wie Slack.

Was können etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

Unternehmen können von uns insbesondere drei Dinge lernen:
Fehlerkultur: Wer neue Wege geht, wird sich hin und wieder verlaufen und bei einem Start-up, welches ein komplett neues Produkt auf den Markt bringt, sind gewisse Misserfolge vorprogrammiert. Wir verdammen diese Fehler nicht, sondern sehen sie als wertvolle Erfahrungsquelle, denn mit jedem Misserfolg kommen wir dem Erfolg ein Stück näher.
Fokussierung: Bei Firstbird erhält das Unternehmen sowie jede Abteilung klare und messbare Ziele, die pro Quartal klar definiert werden. Diese Ziele sind für alle Mitarbeiter öffentlich einsehbar und werden im Zwei-Wochen-Rhythmus offen besprochen und analysiert. Das erhöht nicht nur den Fokus jedes Mitarbeiters, sondern auch Motivation und Transparenz innerhalb des Teams.
Geschwindigkeit: Als Start-up geht bei uns alles um Geschwindigkeit. Unsere Wachstumsziele sind keine Prozentzahlen, sondern Multiplikatoren und dementsprechend mussten wir eine Organisation aufbauen, die sich innerhalb eines Jahres verdreifachen kann, ohne im Chaos zu enden.


Weitere Informationen: www.firstbird.eu/de

Mehr zum Thema: https://www.haufe.de/thema/hr-startup/

Schlagworte zum Thema:  Startup, HR-Startup

Aktuell
Meistgelesen