Gegen den Mismatch am Arbeitsmarkt vorgehen
Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilt, sind je nach Definition zehn bis 45 Prozent der Arbeitslosigkeit darauf zurückzuführen, dass Jobs und Arbeitslose nicht zusammenpassen. Die Zahl der Arbeitslosen, die aus diesem Grund keinen Job finden, ist laut der Studie seit dem Jahr 2000 jedoch gesunken.
Die IAB-Forscher sprechen bei diesem Phänomen von einem "Mismatch", einer Diskrepanz zwischen Jobs und Bewerbern. Das kann an der Ausbildung oder am Wohnort liegen: wenn der Arbeitslose schlicht nicht dort lebt, wo es eine passende Stelle für ihn gibt. Dadurch müssen in manchen Berufen, Branchen oder Regionen Arbeitslose überdurchschnittlich lange einen Job suchen. Und es dauert lange, bis offene Stellen besetzt werden können.
Unternehmen müssten Ansprüche herunterschrauben
"Die Möglichkeiten, den Mismatch am Arbeitsmarkt weiter zu reduzieren, dürften noch nicht ausgeschöpft sein", heißt es in der Studie. Unternehmen müssten Umdenken, um diese form der Arbeitslosigkeit zu verringern und ausreichend Fachkräfte zu finden: Sie müssten Bewerber oder auch Beschäftigte weiterqualifizieren, wenn sie noch nicht die gesuchten Kenntnisse haben.
Von staatlicher Seite müssten etwa Um- oder Weiterbildungen von Arbeitslosen verstärkt werden. Die Forscher fanden beispielsweise heraus, dass der Anteil der Arbeitslosen, die ihren Beruf gewechselt haben, um einen neuen Job zu bekommen, kaum zugenommen hat. Außerdem müsste die Mobilität der Arbeitslosen stärker gefördert werden. Ein weiteres Instrument sei die Förderung von Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
405
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
247
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
228
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1714
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
168
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
133
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
124
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
109
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
998
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
98
-
Wie Beschäftigte die Kündigung erleben
25.06.2026
-
Warum Social Media eine strategische Ressource für HR ist
24.06.2026
-
Aufräumen bei der Payroll
23.06.2026
-
Deniz Undav und die Frage, die jede Führungskraft kennt
23.06.2026
-
Bike to Work: Wie gemeinsames Pendeln den Teamgeist stärken kann
22.06.2026
-
So bleibt es auch bei Hitze im Büro erträglich
19.06.2026
-
So lernen Führungskräfte Veränderung
19.06.2026
-
Nur 44 Prozent aller Beschäftigten bekommen Urlaubsgeld
18.06.2026
-
Was der Pflichtsieg über Curaçao Führungskräften zeigt
16.06.2026
-
Mit KI schneller passende Talente finden
15.06.2026