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Hier würde sich ein Anzugträger eher nicht wohlfühlen. Nur wer in der Unternehmenskultur wirklich zuhause ist, arbeitet motiviert und bleibt der Firma lange erhalten. Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Unternehmenskultur ist längst kein weicher Faktor mehr. Eine gute kulturelle Passung zwischen Mitarbeitern und Arbeitgebern zahlt sich aus. Sechs Gründe, weshalb sich die Definition, Pflege und Kommunikation der eigenen Unternehmenskultur für Unternehmen lohnt.

Der Cultural Fit – also die kulturelle Passung zwischen Bewerber beziehungsweise Mitarbeiter und dem Unternehmen – bringt handfeste wirtschaftliche Vorteile. Wenn Arbeitgeber aktiv an ihrer Unternehmenskultur arbeiten und den Cultural Fit als zentralen Faktor für den Recruiting-Prozess etablieren, schaffen sie für ihr Unternehmen gleich mehrere Vorteile:

Erstens: Erfolgreichere Rekrutierung

Bei der Suche nach qualifiziertem Personal reicht es schon lange nicht mehr aus, potenzielle Mitarbeiter mit attraktiven Verträgen auszustatten, ihnen einen schicken Firmenwagen vor die Tür zu stellen oder ihnen satte Prämien zuzusagen. Laut einer Studie von Bersin/Deloitte haben Informationen über die Grundwerte, Kultur und Struktur eines Unternehmens für 95 Prozent der Bewerber eine höhere Priorität als praktische Daten wie das Gehalt. Die Definition und Kommunikation einer eigenen Unternehmenskultur sind entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Rekrutierung. Unternehmen, die diese Disziplinen beherrschen, machen die richtigen Kandidaten auf sich aufmerksam und haben damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung neuer Talente.

Zweitens: Besseres Onboarding

Es ist sowohl für Unternehmen als auch für neue Mitarbeiter ungünstig, wenn sich der erste Arbeitstag eines neuen Kollegen wie ein Blind Date anfühlt. Stimmt der Cultural Fit zwischen Kandidat und Unternehmen, werden von Beginn an Reibungsverluste vermieden. Noch vor dem Eintritt mit richtigen Informationen ausgestattet, starten neue Mitarbeiter entspannter in den neuen Job, finden sich schneller zurecht und sind somit auch zügiger produktiv.

Drittens: Weniger Fluktuation

Neue Mitarbeiter, die Schwierigkeiten mit der Kultur eines Unternehmens haben und keinen Willen zeigen, sich daran anzupassen, sind meist diejenigen, die ein Unternehmen auch als erste wieder verlassen. Ein guter Cultural Fit lässt es erst gar nicht zu solchen Situationen kommen. Eine Überprüfung des Cultural Fit und der Anpassungsbereitschaft im Bewerbungsprozess können helfen, hohe Fluktuation unter Neueinsteigern zu vermeiden. Auch nach der Onboarding-Phase sind gute Beziehungen unter Kollegen und das Gefühl, in der Unternehmenskultur richtig aufzugehen, mit die stärksten Faktoren, die Mitarbeiter an ihre Arbeitgeber binden.

Viertens: Höhere Mitarbeitermotivation

Gute Kommunikation, schnelle Entscheidungsfindung, konstruktive Konfliktlösung, hohe Führungsakzeptanz: Für die Funktionalität innerhalb eines Unternehmens ist der Cultural Fit extrem wichtig. In Bereichen, in denen eng zusammengearbeitet wird, entscheiden Werte und der Umgang miteinander über Erfolg und Misserfolg. Fühlen sich Kollegen wertgeschätzt und als Teil eines Teams, das an einem Strang zieht, erhöht sich automatisch die Mitarbeitermotivation und damit die Produktivität.

Fünftens: Kostenersparnis

Die Rechnung ist ganz einfach: Fehlbesetzungen, hohe Fluktuation und unbesetzte Stellen sind teuer für Unternehmen. Hauptursache dafür sind in erster Linie die hohen Kosten während des Recruiting-Prozesses sowie die sinkende Produktivität anderer Mitarbeiter. In all diesen Bereichen können eine gesunde Unternehmenskultur, die aktiv nach außen kommuniziert wird, und die Überprüfung des Cultural Fit helfen, hohe Kosten zu vermeiden.

Sechstens: Mehr wirtschaftlicher Erfolg

Unternehmen sind auf ihre Mitarbeiter angewiesen. Das gilt sowohl für das alltägliche Geschäft als auch für das Vorantreiben von Innovationen. Unterschiedliche Dimensionen der Unternehmenskultur wie die Kommunikations- oder die Führungskultur haben einen direkten Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg. So ist es nachgewiesen, dass agile Organisationen mit flachen Hierarchien zufriedenere Mitarbeiter haben und insgesamt innovativer sind. Arbeitgeber, die in die Gewinnung bester Talente und die Motivation ihrer bestehenden Mitarbeiter investieren, investieren in ihren zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg. Damit sich diese Investitionen auszahlen, müssen sich die Mitarbeiter allerdings auch entfalten und ihre Potenziale ausschöpfen können. Das gelingt nur mit einer gesunden Unternehmenskultur.

Mehr zur Rolle von Unternehmenskultur und Cultural Fit bei der Personalgewinnung finden Sie im Studienreport „Recruiting mit Persönlichkeit“. Für die Studie hat die Online-Jobplattform Stepstone im Sommer 2017 rund 25.000 Fach- und Führungskräfte und rund 4.000 Recruiter und Personalverantwortliche in Deutschland befragt. Die Ergebnisse stehen hier zum kostenlosen Download bereit.

Schlagworte zum Thema:  Recruiting, Unternehmenskultur

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