Durchschnittsnoten für Azubis, schlechte Chancen für Hauptschüler
Beide Befragungen sind im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt worden. So ergab Befragung Nummer eins, an der 1.000 Personalverantwortliche und Arbeitnehmer teilgenommen haben, dass diese mit den Azubis in ihrem Unternehmen einigermaßen zufrieden sind – wenn diese auch in der subjektiven Bewertung keine Bestnoten erreichen.
Nachhilfe in Allgemeinbildung, Ausdruck und Pünktlichkeit
So bewertet jeweils rund die Hälfte der Befragten das Können der Azubis in Mathe (52 Prozent), Deutsch und Englisch (jeweils 45 Prozent) mit der Note "befriedigend". Das gilt auch für die Soft Skills wie etwa Sorgfalt und Motivation. 41 Prozent bewerten die soziale Kompetenz sogar mit "gut".
Auf die vergangenen fünf Jahre bezogen hätten sich die schulischen Qualifikationen der Bewerber für den Ausbildungsplatz aber verschlechtert (47 Prozent), so die Ergebnisse. 24 Prozent sagen, sie sind gleich geblieben, nur sechs Prozent sind der Meinung, sie hätten sich verbessert.
Daher identifiziert gut die Hälfte (52 Prozent) der Befragten auch Nachschulungsbedarf für die jungen Leute. Ginge es nach den Befragten, sollten die Azubis vor allem Nachhilfe hinsichtlich ihrer Allgemeinbildung, sprachlichen Ausdrucksweise und Themen wie pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz bekommen.
Hauptschüler sind deutlich in der Minderheit
Weniger positiv muten die Ergebnisse von Befragung Nummer zwei an, die Randstad gemeinsam mit dem Ifo-Institut durchgeführt hat. Dafür befragten die Studienautoren rund 1.000 Personalleiter dazu, welcher Schulabschluss unter den Auszubildenden im Unternehmen am häufigsten vorkommt. Demnach sind Hauptschüler mit einem Anteil von 17 Prozent deutlich in der Minderheit.
Dagegen stellen Realschulabsolventen unter den Auszubildenden in Unternehmen die Mehrheit (59 Prozent), immerhin 24 Prozent der Azubis verfügen über Abitur.
Stellenbörse schließt Hauptschüler aus
Warum Hauptschüler in der Berufsausbildung so unterrepräsentiert sind, zeigte kürzlich eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB): Demnach schließen 62 Prozent aller angebotenen Ausbildungsplätze in der IHK-Lehrstellenbörse diese Gruppe von vornherein von Bewerbungen aus.
Einziger Hoffnungsschimmer für Hauptschulabgänger: Bei kleineren Firmen haben die etwas bessere Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. So liegt der Anteil dieser Gruppe bei Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern bei 22 Prozent. Zum Vergleich: Bei Firmen mit bis zu 500 Beschäftigten sind es nur neun Prozent.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
631
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
501
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
374
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
262
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
204
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
199
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
191
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1804
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
150
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
149
-
Workations brauchen Vertrauen und klare Regelungen
23.03.2026
-
Wie der berufliche Wiedereinstieg gelingt
20.03.2026
-
HR-Kosten steigen trotz Sparzwang
19.03.2026
-
"Wir wollen Transformation in Echtzeit abbilden"
18.03.2026
-
Warum Organisationen eine Talent Roadmap brauchen
18.03.2026
-
Fünf Tipps für erfolgreiche HR-Software-Projekte
18.03.2026
-
Warum mehr Tools oft zu mehr Aufwand führen
18.03.2026
-
Psychopathische Chefs – Mythos oder Realität?
18.03.2026
-
Hilfe für Mitarbeitende im Krisengebiet
17.03.2026
-
In sechs Schritten zum Mobilitätskonzept
17.03.2026