Übungsleiterfreibetrag / 2.2 Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen

Der Übungsleiterfreibetrag umfasst auch die nebenberufliche Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Gefördert wird nicht nur die Dauerpflege, sondern auch kurzfristige Hilfeleistungen sind begünstigt.

In Betracht kommen nebenberufliche Hilfsdienste

  • bei der häuslichen Betreuung durch ambulante Pflegedienste,
  • bei der Altenhilfe[1] und
  • bei Sofortmaßnahmen gegenüber Schwerkranken und Verunglückten, etwa durch Rettungssanitäter und Ersthelfer.
 
Praxis-Tipp

Übungsleiterfreibetrag für Ärzte und Pfleger im Ruhestand oder in Elternzeit und für freiwillige Helfer in Impf- oder Testzentren

Grundsätzlich können Ärzte oder Pfleger im Ruhestand, die für ein Gesundheitsamt oder ein staatliches oder gemeinnütziges Krankenhaus Patienten versorgen, ebenfalls den Übungsleiterfreibetrag in Anspruch nehmen. Dasselbe gilt für Ärzte oder Pfleger, deren Beschäftigungsverhältnis z. B. wegen Elternzeit oder unbezahltem Urlaub ruht. Aktuell ist diese Regelung auch interessant in Verbindung mit der Corona-Pandemie.[2]

Auch freiwillige Helfer in Impf- oder Testzentren können die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen, sofern sie nebenberuflich direkt an der Impfung oder Testung beteiligt sind (in Aufklärungsgesprächen oder beim Impfen bzw. Testen selbst). Wer sich dagegen in der Verwaltung und der Organisation von Impf- oder Testzentren engagiert, kann die Ehrenamtspauschale (ab 2021: 840 EUR) in Anspruch nehmen.[3]

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