Thüsing/Rachor/Lembke, KSch... / 3.1.5 Insolvenz
 

Rz. 35

Die insolvenzrechtliche Behandlung von Abfindungsansprüchen hängt davon ab, wann diese entstanden sind:

  • Ist die Abfindung vor Insolvenzeröffnung festgesetzt, handelt es sich um eine normale Insolvenzforderung nach den §§ 38, 108 Abs. 2 InsO. Gleiches gilt auch für eine erst nach Insolvenzeröffnung zugesprochene Abfindung, wenn das Arbeitverhältnis noch vom Insolvenzschuldner gekündigt wurde, es sei denn, der Auflösungszeitpunkt liegt nach der Insolvenzeröffnung und der Auflösungsantrag des Arbeitnehmers beruht auf einem Verhalten des Insolvenzverwalters.
  • Wird das Arbeitsverhältnis aufgrund einer vom Insolvenzverwalter ausgesprochenen Kündigung aufgelöst, liegt eine Masseverbindlichkeit nach § 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO vor.

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