Sachbezüge / Arbeitsrecht

1 Vereinbarung

Nach allgemeinem Sprachgebrauch sind Sachbezüge "Entgelte, die nicht in Bargeld, sondern in Form von Naturalien bestehen". Im Arbeitsrecht werden die Sachbezüge daher auch Naturallohn genannt. Dazu gehören nicht nur Waren, sondern auch die Gewährung von Kost und Logis.

Sofern der Arbeitgeber einen Teil der Arbeitsvergütung als Sachbezug in Form von Waren (Rabatte usw.) gewährt, muss dies zwischen den Arbeitsvertragsparteien vereinbart werden und im Interesse des Arbeitnehmers liegen. Andernfalls gilt § 107 GewO, wonach es unzulässig ist, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer Waren gegen Ratenzahlung verkauft und die Raten vom Arbeitslohn abzieht.

Dagegen gehören hierher nicht die vom Arbeitgeber gewährte Teilnahme an betrieblichen Sozialeinrichtungen, ferner nicht Sachbezüge, soweit der Arbeitnehmer dafür den wahren Gegenwert zu bezahlen hat. Die Unterscheidung ist wichtig in den Fällen, in denen die Höhe des Lohns arbeitsrechtlich von Bedeutung ist, namentlich bei der Lohn- und Gehaltspfändung.

2 Fälligkeit

Während das Arbeitsentgelt in aller Regel am Ende des Monats zur Zahlung fällig ist, kann für Sachbezüge (Naturalleistungen) etwas anderes gelten. Diese Vergütungsbestandteile sind bei Fehlen einer vertraglichen Regelung je nach den Umständen des Einzelfalls zu entrichten. Handelt es sich beispielsweise um die Sachbezüge "Unterkunft" und "Verpflegung", so wird der Fälligkeitszeitpunkt naturgemäß zu Beginn des Monats bzw. zu Beginn der Woche o. Ä. liegen.

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