Praxis-Beispiele: Studenten... / 6 Befristete Überschreitung der 20-Wochenstunden-Grenze/Arbeit in den Abend- und Nachtstunden
 

Sachverhalt

Ein Student übt seit 1.4.2019 eine unbefristete Beschäftigung an 20 Stunden wöchentlich aus. Er arbeitet von Montag bis Freitag tagsüber jeweils 4 Stunden täglich. Im Rahmen des Werkstudentenprivilegs besteht Versicherungsfreiheit in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Er vereinbart mit seinem Arbeitgeber, vom 10.6.2019 bis voraussichtlich 31.7.2019 an den Wochenenden jeweils zusätzlich 10 Stunden zu arbeiten. Vorher war der Student noch nie mehr als 20 Stunden in der Woche beschäftigt gewesen.

Wie ist die Beschäftigung ab 10.6.2019 sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen?

Lösung

Die Überschreitung der 20-Stunden-Grenze ist auf im Voraus zeitlich befristete Beschäftigungen an den Wochenenden zurückzuführen. Die Beschäftigungszeiten mit über 20 Wochenstunden während der maßgebenden Jahresfrist vom 31.7.2019 bis 1.8.2018 betragen insgesamt 52 Kalendertage (10.6.2019 bis 31.7.2019) und damit nicht mehr als 26 Wochen bzw. 182 Kalendertage. Die Beschäftigung ist folglich im Rahmen des Werkstudentenprivilegs über den 10.6.2019 hinaus weiterhin versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Zur Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht.

 
Personengruppenschlüssel: 106
Beitragsgruppenschlüssel: 0100
Zuständige Einzugsstelle: zuständige Krankenkasse

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