Künstler / 7.1 Meldepflichten

Aufgrund der Jahresmeldung ermittelt die KSK den zu zahlenden Betrag der KSA und teilt diesen dem abgabepflichtigen Unternehmen per Abrechnungsbescheid mit.

Für das jeweils laufende Kalenderjahr hat das abgabepflichtige Unternehmen monatliche Vorauszahlungen zu leisten (vergleichbar dem Umsatzsteuerrecht). Grundlagen sind die Entgelte des vorangegangenen Kalenderjahres sowie der Abgabesatz des laufenden Kalenderjahres. Die monatlichen Vorauszahlungen stellt die KSK fest und teilt diese dem abgabepflichtigen Unternehmen mit. Sie gelten immer für die Zeit vom 1.3. des laufenden Jahres bis zum 28./29.2. des Folgejahres.

Kommen Unternehmen ihren Meldepflichten nicht nach, wird die Höhe der Entgelte von der KSK oder dem für die Betriebsprüfung zuständigen Rentenversicherungsträger geschätzt oder ein Bußgeld von bis zu 50.000 EUR festgesetzt.

Zahlungserleichterungen in Zeiten der Corona-Pandemie

Die KSK gewährt auf formlosen, schriftlichen Antrag per E-Mail mit einer kurzen Begründung zu den Umständen der Zahlungsschwierigkeiten eine Stundung oder Ratenzahlung der Beiträge. Ohne weitere Ermittlungen erfolgt in diesen Fällen – zunächst bis zum 30.6.2020 – eine zinslose Stundung. Das bedeutet, dass zwar die Verpflichtung zur Künstlersozialabgabe und der monatlichen Vorauszahlung entstehen, diese jedoch von der KSK bis zum genannten Zeitpunkt nicht geltend gemacht werden.

Ist vom Unternehmen abzusehen, dass die abgabepflichtigen Entgeltzahlungen im laufenden Jahr 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie erheblich geringer ausfallen werden als im Vorjahr 2019, können auf formlosen, schriftlichen, telefonischen Antrag oder per E-Mail die monatlichen Vorauszahlungen herabgesetzt werden.[1]

7.1.1 Aufzeichnungspflichten

Abgabepflichtige Unternehmen sind verpflichtet, alle an selbstständige Künstler oder Publizisten gezahlten Entgelte aufzuzeichnen. Bei Verletzung kann ein Bußgeld bis zu 50.000 EUR festgesetzt werden.

7.1.2 Auskunfts- und Vorlagepflichten

Abgabepflichtige Unternehmen haben der KSK oder der DRV auf Verlangen alle notwendigen Angaben zu machen und die erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Bei Zuwiderhandlungen kann ein Bußgeld bis zu 50.000 EUR festgesetzt werden.

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