Duales Studium / 5.1 Praktische Ausbildung der Studierenden

Das Unternehmen muss sachlich und personell so ausgestattet sein, dass die Ausbildungsinhalte in den Praxisphasen vermittelt werden können. So sollte den Studierenden eine Person zur Seite stehen, die über ausreichend Berufserfahrung verfügt und als Ausbildungsleiter fungiert. Die mit der Hochschule vereinbarten zu vermittelnden Inhalte müssen in den jeweiligen Praxisphasen umgesetzt werden. So werden in vielen Fällen Lernziele formuliert, deren Erreichen am Ende jeder Phase überprüft wird. Die Studierenden erhalten durch die Übertragung von Projektarbeiten oder durch die Mitarbeit im unmittelbaren Tagesgeschäft die wichtige praktische Erfahrung. Auf der anderen Seite ist die Ausbildungsstätte verpflichtet, den Studierenden die nötige Zeit für die Bearbeitung der Bachelorarbeit oder anderen Prüfungen einzuräumen.

Oft wird von den Unternehmen erwartet, dass sie eine Übersicht der Tätigkeiten des Studierenden vorlegen. Daraus soll hervorgehen, welche Ausbildungs- oder Tätigkeitsschwerpunkte zu welchem Zeitpunkt von den Studierenden durchgeführt wurden. Nur so kann die Planmäßigkeit sowie die Verknüpfung von theoretischen und praktischen Inhalten gewährleistet werden. Der Betrieb wird in regelmäßigen Abständen vom Studiengangsleiter besucht, um einen unmittelbaren Eindruck zu gewinnen und die Ergebnisse der angesprochenen Evaluationen zu prüfen. Der Studiengangsleiter der Hochschule betreut, berät und überprüft die Praxispartner in der Umsetzung der Inhalte und stellt so die allgemeine Eignung des Unternehmens als Praxispartner im dualen Studium sicher.

Kein duales Studium möglich im Insolvenzverfahren oder bei Gewerbeuntersagung

Des Weiteren müssen gewisse grundsätzliche Rahmenbedingungen gegeben sein. So kann ein duales Studium nicht in einem Unternehmen eingeführt werden, wenn über den Betrieb ein Insolvenzverfahren eröffnet oder eine Gewerbeuntersagung ausgesprochen wurde. Außerdem muss die Tätigkeit im Unternehmen selbstverständlich zu den vermittelten theoretischen Inhalten der Hochschule passen.

 
Praxis-Beispiel

Sinnvolle Kombination von Praxis und Theorie notwendig

Ein dual Studierender im Fach "BWL – Bankwesen" kann die Praxisphasen nicht in einem handwerklichen Betrieb absolvieren. Bei einer solchen Kombination kann die Vermittlung des praktischen Wissens durch das Partnerunternehmen nicht gewährleistet werden. Somit kann ein Unternehmen auch immer nur bestimmte duale Studiengänge anbieten. Welche Richtungen infrage kommen, wird zusammen mit der Hochschule bestimmt und festgelegt.

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