Arbeitsverhältnisse im Inso... / 1.4 Wirkungen der Eröffnung

Das Insolvenzverfahren kann eröffnet werden, wenn die Gerichtskosten, die Kosten für den Verwalter und den Gläubigerausschuss bis zum ersten Gerichtstermin gedeckt sind.

Mit der Eröffnung des Verfahrens verliert der Schuldner gemäß § 80 Abs. 1 InsO die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis. Verfügungen, die der Schuldner gleichwohl vornimmt, sind absolut unwirksam.

Waren vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens bereits Prozesse anhängig, werden diese durch die Eröffnung gemäß §§ 85, 86 InsO unterbrochen. Die Gläubiger können ihre Forderungen nicht mehr einklagen, sondern sie müssen ihre Forderungen zur Insolvenztabelle gemäß § 87 InsO anmelden. Gemäß § 89 InsO sind Einzelzwangsvollstreckungsmaßnahmen unzulässig. Massegläubiger unterliegen für einen Zeitraum von 6 Monaten gemäß § 90 Abs. 1 InsO einem Vollstreckungsverbot. Ausnahmeregelungen finden sich in § 90 Abs. 2 InsO. Jede Sicherung, die ein Insolvenzgläubiger im letzten Monat vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag durch Zwangsvollstreckung an dem zur Insolvenzmasse gehörenden Vermögen des Schuldners erlangt hat, ist unwirksam (§ 88 InsO).

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