Baden-Württemberg: Beamte fordern Absenkung der Arbeitszeit

Die Landesbeamten in Baden-Württemberg fordern eine Absenkung ihrer Arbeitszeit von derzeit 41 Stunden. Der Ministerpräsident zeigt sich gesprächsbereit.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will sich der Forderung der Beamten nach Absenkung ihrer Arbeitszeit nicht von vornherein verschließen. «Wir werden weiterverhandeln und schauen, ob die Haushaltslage mehr hergibt», sagte Kretschmann in Stuttgart.

Beamtenbund fordert Angleichung der Arbeitszeiten von Beamten und Tarifbeschäftigten

Der neue Beamtenbundchef Kai Rosenberger hatte sich unter anderem eine Anpassung der Arbeitszeit der Staatsdiener an die der Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst auf die Fahnen geschrieben.

Die Beamten arbeiten 41 Stunden in der Woche, die Tarifbeschäftigten 39,5 Stunden. Die IG Metall forderte in der aktuellen Tarifrunde das Recht auf eine vorübergehende Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden. Die Metall-Beschäftigten haben derzeit eine 35-Stunden-Woche.

Ministerpräsident verweist auf Vorteile des Beamtenstatus

Kretschmann erinnerte an den «gewaltigen Kraftakt» der Rücknahme der abgesenkten Eingangsbesoldung und den Baden-Württemberg-Bonus für die Landesbeamten. Überdies biete der öffentliche Dienst hohe Pensionen, gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Job-Sicherheit. «Es besteht kein Grund zum Jammern.»

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