Verhandlungen zu einem Tarifvertrag Digitalisierung für Bundesbeschäftigte
Bei einem ersten Treffen am 28. Februar haben sich die Tarifvertragsparteien in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, dass als tarifvertragliche Gestaltungsfelder die Themen „Qualifizierung“, „Beschäftigungssicherung“ und „mobiles Arbeiten“ zu behandeln sind. Die Verhandlungen werden am 27. April 2020 fortgesetzt.
Regelung von Qualifizierung und zu neuen mobilen Arbeitsformen
Vor dem Treffen hatte der Verhandlungsführer des dbb, Tarifvorstand Volker Geyer betont: „Alles steht für uns unter der Überschrift ‚Schutz und Perspektiven. Zum einen geht es uns um Regelungen zum Schutz vor Selbstausbeutung durch die neuen mobile Arbeitsformen. Für Beschäftigte, deren bisherige Arbeitsplätze durch die zunehmende Digitalisierung starke Veränderungen erfahren oder sogar wegfallen, müssen wir zudem Sicherungsmechanismen schaffen. Auch klare Regelungen zur fortlaufenden Qualifizierung stehen auf unserer Agenda“, kündigte Geyer an.
dbb: Veränderung der Arbeitsbedingungen müssen durch Tarifvertrag flankiert werden
„Der Prozess der technologischen Transformation des öffentlichen Dienstes wird nur gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen erfolgreich gestaltet werden können“, betonte Volker Geyer. „Deswegen müssen die Veränderungen der Arbeitsbedingungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, zwingend durch tarifvertragliche Rahmenbedingungen flankiert werden. Dies betrifft insbesondere Regelungen angesichts der Zunahme mobiler Arbeitsformen, etwa in Form von Home Office.“ Die zügige Einigung mit dem Bund auf Tarifverhandlungen über die Konditionen und Perspektiven der Beschäftigten sei daher ein „beispielgebendes Signal. Wenn wir nun auch noch zielgerichtet verhandeln und zügig einen Abschluss erzielen, hat das Modellcharakter für alle anderen Gebietskörperschaften“, unterstrich dbb Vize Geyer.
Beim Bund arbeiten derzeit 328.665 Beschäftigte, davon 145.265 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 183.400 Beamtinnen und Beamte.
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