Hebammenkunde soll künftig als Studiengang angeboten werden. Bisher absolvieren Hebammen überwiegend eine Ausbildung. Mit einer neuen Reform will Bundesgesundheitsminister Spahn die bundesrechtliche Grundlage schaffen und eine EU-Vorgabe umsetzen.

Deutschland ist laut dem Deutschen Hebammenverband das letzte EU-Land, in dem Hebammen noch nicht an Hochschulen studieren können, sondern eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Das will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn künftig ändern.

Studiengang für Hebammen

Geplant ist eine Reform der Hebammenausbildung. Der Beruf soll künftig in einem Studium erlernt werden, in dem neben theoretischer Ausbildung an den Hochschulen auch der praktische Einsatz in Kreißsälen und auf Neugeborenenstationen eine große Rolle spielen.

Bisher fehlt eine bundesrechtliche Grundlage

Laut Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Laumann (CDU) gebe es bereits einen Modellstudiengang für Hebammenkunde, in dem bis zum Ende des vergangenen Jahres 84 Hebammen ausgebildet wurden. Bisher fehle jedoch eine bundesrechtliche Grundlage für ein Regelangebot an weiteren Standorten. Die Bundesregierung will durch die Reform eine EU-Vorgabe umsetzen.

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