Die roboterbasierte Angiografie-Anlage ist bisher weltweit in nur vier Operationssälen in Betrieb. Bild: Haufe Online Redaktion

Seit Anfang August ist ein neuer Hybrid-OP mit einer roboterbasierten Anlage in Bremen in Betrieb. Vorteile für den Patienten sind geringere Strahlenbelastungen, kürzere Eingriffszeiten und ein besonderes Hygienekonzept.

Als weltweit vierter Operationssaal ist im Rotes Kreuz Krankenhaus in Bremen seit August eine roboterbasierte Angiografie-Anlage zur radiologischen Darstellung von Blutgefäßen in Betrieb. Bisher war eine solche Anlage nur in Marburg, Siegen und Japan vorhanden. Große Kliniken in Frankfurt, Hannover und Koblenz setzen diese Angiografieanlagen ebenfalls künftig in ihren Radiologie-Abteilungen ein. Die Anlage macht detailgetreue, dreidimensionale Bilder aller Körperregionen in geringen Aufnahmezeiten. Sie ermöglicht die Behandlung in einem zentralen Operationssaal durch alle behandelnden Ärzte.

Nutzung des Hybrid-OPs durch Gefäßzentrum, Unfallchirurgie und Notfallmedizin

Die Kosten für den neuen Operationssaal betrugen etwa drei Millionen Euro. Aufgrund der roboterbasierten Anlage ist der OP für das Gefäßzentrum am attraktivsten. Allerdings bringt die neuartige Technik auch in den Bereichen Unfallchirurgie, Orthopädie und in der Notfallmedizin Fortschritte mit sich. Der Einsatz der neuen roboterbasierten Anlage bedeutet für den Patienten niedrigere Strahlenbelastungen und kürzere Eingriffszeiten. Patienten sollen künftig mehr Behandlungssicherheit und -qualität erfahren. So sollen durch das besondere Hygienekonzept Keimverunreinigungen aufgrund weniger schwer zu reinigender Schlitze und Spalten vermieden werden.

Schlagworte zum Thema:  Krankenhaus, Operation

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