Coronavirus: Öffentlicher Dienst kommt an seine Grenzen
„Die Menschen in Deutschland können sich auf den öffentlichen Dienst verlassen“, stellt dbb Chef Ulrich Silberbach klar. Das sei gerade der unermüdlichen Einsatzbereitschaft der Beschäftigten zu verdanken, „die derzeit vielerorts rund um die Uhr alles für die Gesundheit der Menschen geben“.
Unermüdlicher Einsatz auf allen Ebenen
Ob Intensivmedizin, Pflege, Aufklärung und Beratung, Planung und Entscheidung, Transporte und Kontrollen oder Kindern das richtiges Händewaschen beibringen und sie betreuen, damit es die gefährdeten Großeltern eben nicht tun müssen – unzählige Beschäftigte des öffentlichen Dienstes seien unermüdlich und oftmals im unmittelbaren Gefahren- und Infektionsbereich im Einsatz für die Gesundheit und Sicherheit der Menschen.
"Gleichzeitig sorgen die vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes dafür, dass das Land weiterhin möglichst reibungslos funktioniert“, sagte der Silberbach am 12. März 2020 in Berlin.
Existenziellen Schwachstellen würden offenbart
Die Coronavirus-Krise offenbare aber auch die existenziellen Schwachstellen in der Architektur des öffentlichen Dienstes in Deutschland, gab Silberbach zu bedenken: „Der über Jahre aufgebaute strukturelle Personalmangel insbesondere auch im Gesundheitswesen und im öffentlichen Gesundheitsdienst rächt sich jetzt mit voller Wucht. Selbst wenn Intensivbetten in ausreichender Zahl vorhanden sind, haben wir nicht die erforderlichen entsprechend qualifizierten Kräfte, die diese betreuen können."
Deswegen stehe der Fahrplan für die Zeit, in der das Land wieder in ruhigere Fahrwasser kommt, schon heute fest: "Wir müssen den öffentlichen Dienst und die Daseinsvorsorge wieder so auf die Beine stellen, dass Land und Menschen beruhigt und guter Dinge in die Zukunft blicken können. Wir brauchen einen modernen, personell und technisch exzellent und aufgabengerecht ausgestatteten Staat. Sonst ist nach der Krise nur das Neue vor der Krise“, warnte Silberbach.
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