Antikorruptionsbeauftragter soll Hinweise auf Korruption prüfen
Menschen, die Korruptionsfälle in ihrem Arbeitsbereich wittern, sollen künftig dem unabhängigen und nicht weisungsgebundenen Schorndorfer Rechtsanwalt Klaus Abele kostenlos und bei Bedarf anonym Hinweise geben können, die dieser prüft. «Ich gehe nicht davon aus, dass Korruption in Baden-Württemberg ein Problem ist, Strukturen zur Absicherung sind dennoch sinnvoll», sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Mit dem neuen Rahmenvertrag soll Beschäftigten an Universitäten, in Kultur- und Forschungseinrichtungen ermöglicht werden, ihren Verdacht zu adressieren, ohne dadurch Nachteile befürchten zu müssen.
Ein Vertrauensanwalt soll konkrete Fälle prüfen
Ansprechpartner ist der 51-jährige Verwaltungsjurist Klaus Abele, der nach eigenen Angaben bereits mit den meisten anderem Ministerien einen entsprechenden Vertrag hat. Er nimmt Hinweise per E-Mail, Post und Telefon an. «Ich fahre aber auch zu Treffen vor Ort», berichtete er.
Als möglichen typischen Fall nennt er die Reise eines Chefarztes an einer Uniklinik auf Kosten einer Pharmafirma, deren Produkte der Mediziner verspricht ausschließlich zu beziehen. Auch als Fortbildung deklarierte, von Pharmafirmen bezahlte Aufenthalte für Ärzte an sonnigen Reisezielen könnten in den Bereich der Korruption fallen.
Abele erhält derzeit rund zwei Hinweise pro Monat. Er prüft den Anfangsverdacht unter strafrechtlichen Gesichtspunkten. Wenn sich dieser erhärtet, leitet er den Fall dem jeweiligen Ministerium weiter. Im Wissenschaftsministerium nehmen zwei Mitarbeiter den Fall intern unter die Lupe und geben ihn gegebenenfalls an die Staatsanwaltschaft weiter. Im Jahr gibt Abele vier bis fünf Hinweise an die betroffenen Behörden weiter. Von diesen gelangen schließlich ein bis zwei an die zuständigen Staatsanwaltschaften.
Der Vertrauensanwalt freut sich über aussagekräftige Belege zu den Verdachtsmomenten, die ihm zugetragen werden. «Aber es kann auch hilfreich sein, sich zu einem frühen Zeitpunkt an mich zu wenden, weil ich Tipps geben kann, wie man weitere Informationen beibringen und damit den Verdacht erhärten kann und auf was man achten muss.»
Die überschaubare Zahl der Fälle zeige, dass mit der Möglichkeit des unabhängigen Ansprechpartners kein Schindluder getrieben wird, meint Abele. «Es sind überwiegend Personen, die in Situationen sind, mit denen sie nicht zurechtkommen - und keine Querulanten.»
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
1.4161
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
977
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
7062
-
Berechnung der Tauschtage und des Umwandlungsbetrags
609
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
525
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
492
-
Entgelttabelle TV-L
410
-
Voraussetzungen und Geltendmachung der Tauschtage
403
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
346
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
321
-
Für eine Anhörung des Arbeitnehmers besteht kein Kontaktverbot während des Urlaubs
05.08.2026
-
Keine Versetzung einer Lehrerin nach Ostfriesland
31.07.2026
-
Bundesregierung beschließt Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
30.07.2026
-
Lehrerin seit 17 Jahren krank
27.07.2026
-
Voraussetzungen für Anforderungsprofile in Stellenausschreibungen im öffentlichen Dienst
23.07.2026
-
Bund der Steuerzahler fordert deutliche Reduzierung der Beamten
23.07.2026
-
Diagnosen in WhatsApp-Chat geteilt – Ärztin muss Kollegen Schadensersatz zahlen
17.07.2026
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
09.07.2026
-
Dienstrechtliche Konsequenzen für einen Hauptbrandmeister wegen rassistischer Äußerungen in einem Chat
08.07.2026
-
Klinik darf bei Rufbereitschaft keine Verfügbarkeit von 30 Minuten anordnen
02.07.2026