Baden-Württemberg: Mehr Patienten, weniger Krankenhäuser

Die Zahl der Krankenhauspatienten im Jahr 2016 ist weiter gestiegen. Die Verweildauer in den Krankenhäusern ist gesunken. Immer mehr Krankenhäuser schließen und Betten werden abgebaut, aber der Bedarf an ärztlichem Personal bleibt.

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat die Daten einer Krankenhausstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Seit Beginn dieser Krankenhausstatistik im Jahr 1990 stieg die Anzahl der Patienten fast durchgehend. So wurden 35 % mehr Patienten in den Krankenhäusern Baden-Württembergs im Jahr 2016 versorgt als im Jahr 1990 und insgesamt rund 2,17 Millionen. Die Verweildauer in den Krankenhäusern verzeichnete hingegen einen stetigen Rückgang von 13,5 Tagen auf 7,3. Der Zuwachs an Patienten hält jedoch weder den Rückgang der vorhandenen Krankenhäuser noch den Rückgang der aufgestellten Betten auf. So gab es im Jahr 2016 nur noch 266 von ursprünglich 317 Krankenhäusern. Rund 20 % der aufgestellten Betten wurden seit 1990 abgebaut.

Zuwachs beim ärztlichen Personal

Trotz stetigen Abbaus der Krankenhäuser stieg die Zahl der beschäftigten Ärztinnen und Ärzte. Beim Pflegepersonal ist zwar ebenfalls ein Zuwachs festzustellen, allerdings unterlag die Beschäftigung dieser Berufsgruppe seit 1990 stärkeren Schwankungen als diejenige des ärztlichen Personals.

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