Die Kommunen haben im 1. Halbjahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss von 800 Millionen Euro erzielt - 200 Millionen mehr als in der Jahresmitte 2017.

Höhere Steuereinnahmen haben den Kommunen ein deutliches Plus in den Kassen beschert. Sie erzielten im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Finanzierungsüberschuss von fast 800 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres hatte das kommunale Plus 600 Millionen Euro betragen.

Deutliche Steigerung bei den Gewerbesteuereinnahmen

Mit rund 123,5 Milliarden Euro lagen die Einnahmen von Gemeinden und Gemeindeverbänden um 4,8 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Die kommunalen Steuern trugen dazu 43 Milliarden Euro bei - ein Plus von gut fünf Prozent. Davon entfielen 23,4 Milliarden Euro (+5,8 Prozent) auf die Gewerbesteuer. Die Grundsteuern brachten den Kommunen 6,5 Milliarden Euro (+1,2 Prozent) ein.

Leistungen für Sozialhilfe gestiegen

Die Ausgaben lagen bei 122,7 Milliarden Euro - sie stiegen mit 4,7 Prozent fast genauso stark wie die Einnahmen. Dabei wuchsen die kommunalen Sozialleistungen mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro unterdurchschnittlich. Die Ausgaben für Asylbewerber und Arbeitssuchende gingen deutlich zurück. Dagegen stiegen die Leistungen für Sozialhilfe um 4,6 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Auch die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe legten um 1,8 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zu.

Schlagworte zum Thema:  Kommunen, Kommunale Steuern