Erlöse der Pflegeheime sinken trotz mehr Pflegebedürftiger
«Wir sehen im Markt derzeit Betriebsergebnisse mit einer Marge von durchschnittlich 2,6 Prozent vom Umsatz und erwarten bis 2017 einen Rückgang auf 2,3 Prozent», prognostizierte Thomas Miller, Gesundheitsexperte der HSH-Nordbank. Bei diesen Gewinnmargen sei es nicht mehr selbstverständlich, dass die Kosten verdient werden könnten, selbst bei aktuell niedrigen Zinsen.
Steigerung der Personalkosten
Die Bank führt diese derzeit kaum verrückbare Erlösgrenze auf das Regelwerk der Pflege- und Krankenversicherung zurück. Zugleich stiegen Kosten durch Personalknappheit, neue Baustandards und die gestiegenen Ansprüche der Pflegebedürftigen. Vor zehn Jahren galten den Angaben zufolge Doppelzimmer und ein Bad für vier Heimbewohner als Norm, künftig werde ein Einzelzimmer mit eigenem Bad erwartet. Pflege in Deutschland ist dieser Untersuchung zufolge kleinteilig: 2015 vereinigten die zehn größten Anbieter 12 Prozent des Marktanteils auf sich.
Aktuell gibt es in Deutschland 13 030 Pflegeheime mit durchschnittlich 63 Bewohnern.
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Neubau von modernen Pflegeheimen notwendig
Laut HSH Nordbank ziehen die Anfragen nach einer Finanzierung von modernen Pflegeneubauten kräftig an. Das liege vor allem daran, dass die existierenden Pflegeheime nur bedingt an neue Regularien angepasst werden könnten. Zukunftsfähige Einrichtungen, die für Investoren interessant seien, seien am Markt mittlerweile sehr knapp, hieß es bei der Bank.
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