Wohnen im Denkmal: Das große, grüne A

Der "Grüne Block" in Kaiserslautern prägt ein ganzes Quartier. Die Wohnungen dort sind begehrt, seit knapp 100 Jahren. Auch weil die Bau AG als Bauherrin konsequent Substanz und Umfeld verbessert.

Erbaut wurde der "Grüne Block" in den Jahren 1926 bis 1928, kurz vor Beginn der Weltwirtschaftskrise. Und zwar als Ersatz für Wohnungen, die die französische Besatzungsmacht in Kaiserslautern nach dem Ersten Weltkrieg für ihre Militärangehörigen beschlagnahmt hatte. Entsprechend dem Waffenstillstandsvertrag von Compiègne und dem Versailler Vertrag war die Pfalz, die seit 1816 zu Bayern gehörte, von 1918 bis 1930 von Frankreich besetzt. Die Besetzung linksrheinischer Gebiete und einiger rechtsrheinischer Brückenköpfe sollten die Ansprüche der Alliierten an das besiegte Deutsche Reich sichern.

Wo heute die Altenwoogstraße, die Mannheimer Straße und der Hildgardring ein Dreieck bilden, war zur Bauzeit mehr oder weniger freies Feld. Fast ohne den Einsatz von Maschinen, lediglich mit der Körperkraft der Arbeiter, entstand ein Gebäude, ein großes liegendes A abbildend, drei Geschosse hoch, mit zwei Innenhöfen. Die beiden charakteristischen runden Treppenhaustürme an den Füßen des A brachten d...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
Die Wohnungswirtschaft 1/2026

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Schlagworte zum Thema:  Denkmalschutz, Wohnimmobilien