Initiative Wohnen.2050: Eckpunkte zur Kreislaufwirtschaft

Eine Pioniergruppe der Initiative Wohnen.2050 hat ein Eckpunktepapier zum Thema Kreislaufwirtschaft erstellt. Das soll als Leitfaden für die komplexen Regularien und Herausforderungen von Urban Mining, Recycling und Re-Use dienen.

Im Jahr 2024 hatte die deutsche Volkswirtschaft bereits am 2. Mai – so früh wie nie zuvor – die Ressourcen verbraucht, die ihr für das ganze Jahr zustanden. Die Nutzung von Primärrohstoffen verharrt in Deutschland seit 2010 auf dem  hohen Niveau von rund 16 Tonnen pro Kopf – deutlich über dem EU-Durchschnitt von 14,5 Tonnen. 90 Prozent der inländischen mineralischen Rohstoffentnahme fließen in den Bausektor: Stolze 485 MillionenTonnen – darunter: Kalk, Gipsstein, Kies und Sand.

Die Ausweitung von Siedlungs-, Gewerbe- und Infrastrukturflächen, einhergehend mit der benötigten Infrastruktur, ist ein Treiber für den Rohstoffverbrauch. 

Zu viel Abfall, zu hohe CO2-Emissionen

Und was passiert, wenn der Lebenszyklus eines Gebäudes zu Ende geht? Es wird entsorgt! 54 Prozent des Abfalls in Deutschland sind mit dem Bausektor verbunden, jährlich mehr als 200 Millionen Tonnen. Das Gros sind Materialien aus Abrissen – 2022 immerhin 16.500 Wohnungen. Hinzu kommen Abfälle, die bei der Produktion neuer B...

Jetzt weiterlesen
Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW 04 2025

DW Die Wohnungswirtschaft steht für top-aktuelle Informationen rund ums Wohnen – aus Politik, Verbänden und Unternehmen. Technologische Innovationen von ERP-Software bis KI, Bestandsmanagement, Immobilienrecht sowie die Zukunft von Quartieren und Stadtentwicklung stehen im Fokus.

Abonnieren Sie das Magazin, um den Beitrag vollständig zu lesen