24.06.2013 | Top-Thema Bestätigungsvermerk

Inhalte des Bestätigungsvermerks

Kapitel
Der Bestätigungsvermerk besteht aus Überschrift, einleitendem und beschreibendem Abschnitt sowie der Beurteilung durch den Abschlussprüfer
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Bestätigungsvermerk besteht grundsätzlich aus Überschrift, einleitendem Abschnitt, beschreibendem Abschnitt und der Beurteilung durch den Abschlussprüfer. Die ersten drei Abschnitte werden in diesem Kapitel dargestellt.

Die Beurteilung des Prüfungsergebnisses soll allgemein verständlich und problemorientiert unter Berücksichtigung des Umstands erfolgen, dass die gesetzlichen Vertreter (Geschäftsführer) den Abschluss zu verantworten haben.

Unter Angabe von Ort und Datum ist der Bestätigungsvermerk eigenhändig vom Abschlussprüfer zu unterzeichnen und zu siegeln und in den Prüfungsbericht aufzunehmen. Abschlussprüfer sind verpflichtet, ein Siegel zu benutzen, wenn sie Erklärungen abgeben, die ihnen gesetzlich vorbehalten sind.

Überschrift
Für Vermerke mit positiver Gesamtaussage sieht der Gesetzgeber die Bezeichnung Bestätigungsvermerk vor, während bei nicht positiver Gesamtaussage ein Versagungsvermerk zu erteilen ist. Das IDW empfiehlt, dass in der Überschrift auch auf den Abschlussprüfer Bezug genommen wird, um zu verdeutlichen, dass der Vermerk durch einen unabhängigen, dem Berufseid verpflichteten Prüfer erteilt worden ist (vorgeschlagen wird „Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers”).

Einleitender Abschnitt
Hier ist der Gegenstand der Prüfung zu nennen, der aus dem Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie dem Lagebericht besteht. Darüber hinaus müssen das geprüfte Unternehmen, das geprüfte Geschäftsjahr sowie die angewendeten Rechnungslegungsvorschriften und Prüfungsgrundsätze bezeichnet werden.

Explizit ist darauf hinzuweisen, dass die Verantwortung für die Buchführung sowie die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts bei den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft liegt. Die Verantwortung des Abschlussprüfers ist hiervon klar abzugrenzen. 

Beschreibender Abschnitt
In diesem Abschnitt sind Art und Umfang der Prüfung zu beschreiben. Unter Bezugnahme auf die Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung des IDW muss der Abschlussprüfer darauf hinweisen, dass die Prüfung so geplant und durchgeführt wurde, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Rechnungslegung frei von wesentlichen Mängeln ist. Wesentliche Mängel sind definiert als Verstöße oder Unrichtigkeiten, die sich auf die Darstellung des vermittelten Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken.

Schlagworte zum Thema:  Bestätigungsvermerk, Jahresabschluss, Lagebericht, Abschlussprüfung

Aktuell

Meistgelesen