Sozialversicherung / 5 Beitragszuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung

Kranken- und pflegeversicherungsfreie Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers zur Kranken- und Pflegeversicherung. Arbeitnehmer, die in einer gesetzlichen Krankenkasse (z. B. AOK, IKK, BKK, TKK, BARMER GEK usw.) freiwillig versichert sind, erhalten einen einheitlichen Arbeitgeberzuschuss in Höhe von 353,14 EUR (7,3 % der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.837,50 EUR) zzgl. der Hälfte des jeweiligen Zusatzbeitrags der gewählten Krankenkasse.

Bei privat versicherten Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber ebenfalls einen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss zu zahlen. Dieser beträgt die Hälfte des tatsächlichen Beitrags, höchstens jedoch 384,58 EUR (7,3 % + 0,65 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag v. 4.837,50 EUR). Für die Pflegeversicherung beträgt der Höchstzuschuss 73,77 EUR (1,525 % von 4.837,50 EUR) (außer Sachsen).

 
Praxis-Beispiel

Arbeitgeberzuschuss zur KV/PV

Der Beitrag für freiwillig versicherte Arbeitnehmer beträgt bei allen Krankenkassen ab 2021 706,28 EUR (14,6 % v. 4.837,50 EUR) zzgl. kassenindividuellem Zusatzbeitrag. Als Arbeitgeberanteil sind 353,14 EUR zzgl. 50 % des kassenindividuellen Zusatzbeitrags steuerfrei zu zahlen.

Ein privat versicherter Arbeitnehmer hat z. B. monatlich 420 EUR an seine Krankenversicherung zu zahlen. Der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers beträgt 210 EUR (50 %). Hätte der Arbeitnehmer 780 EUR an die private Krankenversicherung zu zahlen, wäre der steuerfreie Zuschuss auf 384,58 EUR begrenzt.

Ein privat versicherter Arbeitnehmer hat z. B. monatlich 37 EUR an seine Pflegeversicherung zu zahlen. Der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers beträgt 18,50 EUR. Hätte der Arbeitnehmer 150 EUR an die private Pflegeversicherung zu zahlen, wäre der steuerfreie Zuschuss auf 73,77 EUR begrenzt.

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