Liquidität: Maßnahmen zur V... / 5.3 Warnsignale aus der Praxis

Insolvenzen bei Kunden und in beschränktem Maße auch bei Lieferanten können zu einer Gefährdung des eigenen Unternehmens führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um wesentliche Kunden oder Lieferanten (A-Kunden bzw. A-Lieferanten gemäß der durchgeführten ABC-Analyse) handelt. Daher sind die (wichtigen) Kunden und Lieferanten eingehend zu beobachten. Auch dort kommen Insolvenzen nicht über Nacht und haben regelmäßig eine Vorgeschichte.

Nachfolgende Warnsignale sollten unbedingt sensibilisieren:

  • häufige Umbesetzung und steigende Fluktuation bei den Führungskräften, insbesondere bei der Unternehmensleitung,
  • Verlagerung des Geschäftssitzes,
  • Schließung von Niederlassungen,
  • bisherige Zahlungsgepflogenheiten ändern sich negativ (Skonto wird nicht mehr in Anspruch genommen, Zahlungsziele werden voll ausgeschöpft oder überzogen),
  • steigende Zahl unberechtigter Reklamationen,
  • ständig wechselnde Ansprechpartner und/oder Zuständigkeiten,
  • sich verschlechternde Auftragsabwicklung (Lieferverzögerungen, Qualitätsverschlechterung).

Liegen ein oder mehrere dieser Warnsignale vor, dann ist äußerste Vorsicht geboten. In diesem Fall sind die Sicherungsmaßnahmen zu verstärken bzw. ist es besser, auch einmal auf ein Geschäft zu verzichten.

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