Insbesondere in den Fällen eines frühzeitigen Rückkaufs[1] des Versicherungsvertrags kann es zu einem negativen Unterschiedsbetrag kommen. Ist (ausnahmsweise) die Einkunftserzielungsabsicht zu überprüfen[2], ist vom hälftigen Unterschiedsbetrag als Ertrag auszugehen, wenn nach dem vereinbarten Versicherungsverlauf die Voraussetzungen des § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG erfüllt worden wären.[3] Trotz Ansatz des hälftigen Unterschiedsbetrags besteht – zumindest für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2008 – der volle Werbungskostenabzug. § 3c EStG ist nicht anwendbar, da § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG keine Steuerbefreiung, sondern eine Sonderregelung zur Ermittlung des anzusetzenden Ertrags enthält.

Seit dem 1.1.2009 erfolgt der Werbungskostenabzug generell ausschließlich durch Ansatz des Sparer-Pauschbetrags (801 EUR bei Ledigen und 1.602 EUR bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartnern).[4] Der Ansatz der tatsächlichen Werbungskosten ist – auch bei der Günstigerprüfung nach § 32d Abs. 6 Satz 1 EStG – ausgeschlossen.[5]

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