Entfernungspauschale, Arbei... / 3.1 Grundsätze bei der Ermittlung der Entfernungspauschale

Setzt der Arbeitnehmer sein Privatfahrzeug ein, ist die Ermittlung ganz einfach. Als Werbungskosten sind abziehbar:

0,30 EUR bzw. 0,35 EUR × Entfernungskilometer × Anzahl der Fahrten pro Jahr.

Übersicht: Kilometersätze bei der Entfernungspauschale

 
Entfernungspauschale steuerlich abziehbarer Betrag
für die ersten 20 Kilometer je vollen Entfernungskilometer (unabhängig vom Verkehrsmittel) 0,30 EUR
für jeden weiteren Kilometer je vollen Entfernungskilometer (unabhängig vom Verkehrsmittel) 0,35 EUR
Höchstbetrag pro Jahr (keine Begrenzung bei Verwendung eines eigenen oder überlassenen Kfz) 4.500 EUR
Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung, maximal 1 Fahrt pro Woche; unabhängig vom Verkehrsmittel keine Begrenzung auf 4.500 EUR) – für die ersten 20 Kilometer je vollen Entfernungskilometer 0,30 EUR
Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung, maximal 1 Fahrt pro Woche; unabhängig vom Verkehrsmittel ; keine Begrenzung auf 4.500 EUR) – für jeden weiteren Kilometer je vollen Entfernungskilometer 0,35 EUR

Tab. 1: Kilometersätze bei der Entfernungspauschale

Besonderheiten:[1]

  • Die Entfernungspauschale wird nicht für Flugstrecken und auch nicht bei einer steuerfreien Sammelbeförderung gewährt. Sie kann allerdings für Fahrten zum und vom Flughafen bzw. Treffpunkt bei einer Sammelbeförderung geltend gemacht werden.
  • Die Entfernungspauschale ist nach der kürzesten Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zu berechnen. Eine längere Strecke ist zulässig, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und tatsächlich regelmäßig genutzt wird.
  • Die Entfernungspauschale kann nur für eine Fahrt pro Tag beansprucht werden.
  • Bei mehreren Wohnungen darf die längere Strecke nur angesetzt werden, wenn die weiter entfernt liegende Wohnung der Mittelpunkt der Lebensinteressen ist und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird.
  • Wird ein Werkstattwagen genutzt, um während des Bereitschaftsdienstes jederzeit einsatzfähig zu sein oder um am nächsten Tag sofort zum nächsten Kunden fahren zu können, sind die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte voll abziehbar.[2] Der Abzug ist nicht auf die Entfernungspauschale begrenzt.

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