Abschreibung: Änderung des ... / 2.6 Zuschreibung wird vorgenommen

Falls sich nach einer außerplanmäßigen Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in späteren Jahren herausstellt, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, ist gem. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB die Beibehaltung der niedrigeren Wertansätze nicht möglich. Die Vorschrift verlangt eine Wertaufholung bzw. Zuschreibung auf die (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. auf an deren Stelle tretenden Wert, sodass eine Änderung des Abschreibungsplans geboten ist.

Durch die Zuschreibung ändert sich der Restbuchwert und damit die Bemessungsgrundlage zur Berechnung künftiger planmäßiger Abschreibungen. Diese sind in der Weise zu ermitteln, dass der um die Zuschreibung erhöhte Restbuchwert auf die Restnutzungsdauer des Anlagegegenstands verteilt wird. Ein niedrigerer Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes ist beizubehalten.[1]

In der Steuerbilanz ist beim abnutzbaren Anlagevermögen, auf das im Vorjahr eine Teilwertabschreibung oder AfaA vorgenommen wurde, eine spätere Wertaufholung nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 bzw.§ 7 Abs. 1 letzter Satz EStG zwingend, soweit der Grund für die Teilwertabschreibung bzw. AfaA weggefallen ist. Nicht notwendig ist, dass die Zuschreibung die vorherige Teilwertabschreibung erreicht. Auch eine teilweise Werterholung ist durch eine Zuschreibung gewinnerhöhend zu berücksichtigen.[2]

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