Vorsteuerberichtigung, Anla... / 2 Praxis-Beispiel für Ihre Buchhaltung: Berichtigung zum Vorteil

Ein Versicherungsvermittler führte im Jahr 01 ausschließlich steuerfreie Umsätze aus, die den Vorsteuerabzug ausschließen. Am 10.5.01 hatte er einen neuen Firmenwagen für netto 20.000 EUR zuzüglich 3.800 EUR Umsatzsteuer gekauft. Die Anschaffungskosten betragen 23.800 EUR.

Seit dem 2.1.02 wurde der Versicherungsvermittler zusätzlich als Immobilienmakler tätig. In 02 bestehen seine Umsätze zu 60 % aus umsatzsteuerpflichtigen und zu 40 % aus umsatzsteuerfreien Umsätzen. Ab 03 beträgt der Anteil der umsatzsteuerpflichtigen Umsätze 90 %.

Der Berichtigungszeitraum läuft über 60 Monate vom 1.5.01 bis zum 30.4.06. Vorsteuerabzug und Korrektur sehen wie folgt aus:

 
01 : kein Vorsteuerabzug 0 EUR
02: nachträglicher Vorsteuerabzug  
3.800 EUR : 60 × 12 × 60 % = 456 EUR
03: nachträglicher Vorsteuerabzug  
3.800 EUR : 60 × 12 × 90 % = 684 EUR
04: nachträglicher Vorsteuerabzug  
3.800 EUR : 60 × 12 × 90 % = 684 EUR
05: nachträglicher Vorsteuerabzug  
3.800 EUR : 60 × 12 × 90 % = 684 EUR
06: nachträglicher Vorsteuerabzug  
3.800 EUR : 60 × 4 × 90 % =     192 EUR
Nachträglicher Vorsteuerabzug gesamt  2.700 EUR

Der nachträgliche Vorsteuerabzug kann jeweils erst in der Umsatzsteuerjahreserklärung geltend gemacht werden.

Buchungsvorschlag für 02

SKR 03

 
1556 Nachträglich abziehbare Vorsteuer, § 15a Abs. 1 UStG, bewegliche Wirtschaftsgüter 456 an 2709 Sonstige betriebliche Erträge unregelmäßig 456

SKR 04

 
1396 Nachträglich abziehbare Vorsteuer, § 15a Abs. 1 UStG, bewegliche Wirtschaftsgüter 456 an 4839 Sonstige betriebliche Erträge unregelmäßig 456

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