04.05.2017 | Top-Thema Pkw-Nutzung: Welche Varianten Unternehmer wählen können

1%-Regelung und nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt

Kapitel
Eine weitere Variante bei der privaten Pkw-Nutzung beim Kleinunternehmer oder umsatzsteuerbefreiten Unternehmer.
Bild: Michael Bamberger

Eine weitere Variante für die Berechnung des zu versteuernden Nutzungsanteils für die private Pkw-Nutzung: Die Anwendung der 1%-Reglung durch einen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Unternehmer. Da heißt durch Unternehmer, die nur umsatzsteuerfreie Umsätze erzielen oder für die die Kleinunternehmerregelung zählt.

Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG oder Unternehmer, die ausschließlich steuerfreie Umsätze gemäß § 4 Nr. 8 – 28 UStG erbringen, die den Vorsteuerabzug ausschließen, zahlen für die private Nutzung ihres Firmenwagens keine Umsatzsteuer. Bei der Einkommensteuer ist die private Nutzung als gewinnerhöhende Einnahme zu erfassen. Ohne Fahrtenbuch ist zwingend die 1%-Methode anzuwenden.

Praxis-Beispiel: Umsatzsteuerfreier Versicherungsvermittler muss 1%-Regelung anwenden

Ein Versicherungsvermittler hat einen neuen Firmen-PKW erworben. Der Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung lag bei 35.700 EUR. Der private Nutzungsanteil beträgt 35.700 EUR x 1% = 357 EUR x 12 Monate = 4.284 EUR.

SKR 03

1880

Unentgeltliche Wertabgaben

4.284 EUR

an

8924

Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens ohne USt (Kfz-Nutzung)

4.284 EUR

 

SKR 04

2130

Unentgeltliche Wertabgaben

4.284 EUR

an

4639

Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens ohne USt (Kfz-Nutzung)

4.284 EUR

Schlagworte zum Thema:  1%-Regelung, Firmenwagen, Private Pkw-Nutzung, Unternehmer

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