04.04.2016 | Online-Literaturforum

Bilanzen lesen, verstehen und gestalten

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ansatz-, Bewertungs- und Konsolidierungsvorschriften unterliegen immer wieder Veränderungen. Dadurch werden sie der Tendenz nach komplexer und schwieriger. Was bedeutet diese Entwicklung außer für den Jahresabschluss selbst für Bilanzpolitik und Bilanzanalyse? Dazu hat Alfred Biel nachfolgendes Buch ausgewählt und besprochen.

Wöltje, Jörg: Bilanzen lesen, verstehen und gestalten. 12., überarbeitete Auflage. Freiburg: Haufe-Lexware 2016 – 507 Seiten, 24,95 EUR.
Zum Autor: Jörg Wöltje ist den Angaben zufolge Professor für BWL, Finanz- und Rechnungswesen, internationale Rechnungslegung sowie Unternehmensführung an der Hochschule Karlsruhe ‒ Technik und Wirtschaft. Daneben führt er Veranstaltungen bei privaten Bildungsträgern, der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie sowie dem BankCOLLEG durch.

Inhaltsübersicht

Einführung – Grundlagen der Bilanzierung, z. B. Erweiterte Rechnungslegungsinformationen – Bilanzpolitik, z. B. Bilanzpolitische Möglichkeiten – Jahresabschlussanalyse, z. B. Grenzen der Jahresabschlussanalyse

Einordnung und Würdigung

Der Band verbindet Bilanzerstellung, Bilanzanalyse und Bilanzkritik zu einer kompakten Gesamtdarstellung. Teil A vermittelt die grundlegenden Vorschriften für den Jahresabschluss der Kapitalgesellschaften und die einzelnen Rechnungslegungselemente. Teil B beschreibt gesetzliche Spielräume, skizzierte verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten sowie deren Auswirkungen. Teil C führt schrittweise durch die Jahresabschlussanalyse am Fallbeispiel der DEUTZ AG. Neben vielfältigen fachbezogene Erläuterungen werden zahlreiche Beispiele und Fallbeispiele, Illustrationen und über 200 Tabellen eingesetzt.

Neu in der 12. Auflage sind nach Verlagsangaben: alle wichtigen Änderungen zu Anhang, Lagebericht und Kapitalflussrechnung sowie die Neuerungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

Das Buch eignet sich als Lehrbuch zur Einarbeitung in das breite Themenfeld Erstellung, Gestaltung und Analyse einer Bilanz sowie als Begleitlektüre für Weiterbildungsmaßnahmen. Es kann zudem als Ratgeber für Praktiker dienen, da neben dem Faktenwissen in vielschichtiger Weise auch Anwendungs- und Problemwissen nahe gebracht wird, beispielsweise durch

  • die „Checkliste für bilanzpolitisch motivierte Sachverhaltsgestaltungen vor dem Bilanzstichtag“,
  • das Kapitel „Zusammenhang zwischen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnung“ oder auch
  • „Grenzen der zur Verfügung gestellten Informationen“.

Darüber hinaus mahnen viele Achtung-Hervorhebungen zur Vorsicht und Aufmerksamkeit. Tipps enthalten nützliche Hinweise.

Das Buch ist verständlich geschrieben und lesefreundlich aufgemacht. Das Grundlagenwerk führt systematisch an das Wissensgebiet Bilanzen heran. Neben einem einführenden Wissensangebot fördert das Buch die Fähigkeit des Erkennens und Begreifens bilanzieller Fragestellungen.

Leseprobe (letzter Zugriff am 29.3.2016)

Schlagworte zum Thema:  Bilanzanalyse, Bilanz, Biel, Literaturforum

Aktuell

Meistgelesen